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Der Uni-Professor Brinson Thomas unternimmt mit einigen seiner Studenten eine Expedition in ein unerforschtes Gebiet der floridianischen Everglades, um dort Hinweisen auf den Verbleib des Stammes der Calusa-Indianer nachzugehen... und lässt sich das ganze Unterfangen von dem wohlhabenden Wilson Friels finanzieren. Friels, der sich zusammen mit seinem Bodyguard dem Trip unerwartet anschließt, geht es in Wahrheit jedoch um jenen sagenumwobenen Jungbrunnen, um den sich so manche Legende rankt und dessen Versteck er irgendwo in den dschungelartigen Wäldern vermutet. Er soll Recht behalten, denn die besagte Quelle existiert tatsächlich... und wird von blutgierigen Ungeheuern bewacht, die jeden in Stücke reißen, der ihr zu nahe kommt... "Deadly Species" ist ein im kleinen Produktionsrahmen aufgezogener und in so ziemlich jeder Beziehung ärmlicher Mix aus Horror- und Abenteuer-Streifen, der sich recht offensichtlich des Handlungs-Gerüsts des wesentlich höher budgetierten Hollywood-Trashs "Congo" bedient und dessen zumindest noch F/X-technisch erstklassig umgesetzten Killer-Gorillas gegen eine Handvoll Statisten in läppischen Gummi-Kostümen mit bedröppelt dreinschauenden Monster-Visagen austauscht, was verständlicherweise nicht ganz so viel hermacht. Selbst Gus Trikonis' 1983er-"Im Dschungel des Schreckens" (aka "Easy Flyer"), der einem da ob seines vergleichbaren Inhalts noch in den Sinn kommen könnte, hatte damals zumindest versucht, seine tricktechnisch ähnlich beschämenden Ungeheuer noch ziemlich lange unter Verschluss zu halten und sie erst zum Finale hin recht stimmungsvoll bei Nacht abzulichten, was hier nicht der Fall ist: Nö, "Deadly Species" haut einem seine dödeligen Spezies schon ziemlich früh im hellsten Sonnenschein um die Ohren, weswegen sich diejenigen, die da im Anschluss dennoch dranbleiben, auch nicht beschweren dürfen, dass sie nicht gewusst hätten, was sie hier erwartet! Vergleichbar unterhaltsam wie die beiden genannten filmischen Dum(m)-Dum(m)-Geschosse ist das Ganze dann ob der bestenfalls zweckdienlichen Inszenierung durch No-Name-Regisseur Daniel E. Springen auch nicht geworden, für Anspruchslose mag "Deadly Species" da höchstens noch als mittelprächtig-hirnloses Feierabend-Entertainment durchgehen, das einen innerhalb der ersten paar Minuten zumindest mit ein paar blankziehenden Ischen ködert. Titten ersetzen hier also eindeutig wieder mal Talent. Von einem derartigen Monster-Movie-Mist der Güteklasse C bis Z erwartet man sich dann zumindest noch einen tiefen Griff in die Gekröse-Kiste und sattes Kunstblut-Gespritze, aber die Splatter-Spastis gucken hier in die Röhre: In Sachen Gore gibt's lediglich einen appen Fuß und 'nen kurzen Blick auf einen abgerissenen Kopf, der ziemlich schaufensterpuppig aussieht. Okay, unterm Strich betrachtet ist das alles vielleicht nicht gänzlich auf dem allerniedersten Niveau und man hat in dem Bereich bestimmt auch schon Schlimmeres durchlitten (hallo, "Beast Creatures"!), aber so mancher Syfy-Fernsehfilm zeigt dem hier noch den Vogel, ey...!

3/10

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