Dieser Kriegsfilm, mit unglaublich packenden Kampfszenen, spielt im 2. Weltkrieg auf den Philippinen. Nach der Rückkehr aus einem blutigen Gefecht findet eine Gruppe Soldaten einen neuen Kompanie-Kommandanten vor. Blinden Gehorsam fordernd, verprügelt er den Zugleiter. Die kampferprobten Soldaten müssen feststellen, dass sie einen größenwahnsinnigen Kommandanten bekommen haben, der, ruhmsüchtig und naiv, die Soldaten in eine Falle der Japaner laufen lässt. Brandt, der Zugführer, wirft dem Captain Inkompetenz vor. Als er erfährt, dass bereits die Hälfe seiner Leute wegen der Unfähigkeit Captain Douglas ihr Leben verlieren mussten, übernimmt er die Führung.
Bevor ich meinen Senf dazugebe möchte ich vorher noch eine gut gemeinte Hassbotschaft an den deutschen Publisher loswerden. Wer immer sich auch den Titel Todeskommando Iwo Jima ausgedacht hat muß offensichtlich sowohl eine geographisch, als auch eine historische Vollpfeife sein. Hier geht es einzig und allein um die Philippinen und nicht um Japans vorgelagerte Inseln, wie der Titel ja deutlich vermuten läßt. Sind ja beide Orte auch bloß 2500 Kilometer auseinander und liegen beide ja irgendwie im Pazifik, wird schon passen. Sorry, aber über so einen Bullshit rege ich mich einfach auf, von den Fehlern der Inhaltsangabe will ich gar nicht erst anfangen.
Beim Film selber wundert es mich schon ein wenig, das er so ein schlechtes Standing hat. Man sollte zwar meinen, das die Amis 1968 eher mit Vietnam beschäftigt wären, aber auch so entstand mit tatkräftiger philippinischer Mithilfe (Drehorte und auch die meisten G.I.s haben verdächtig ostasiatische Gesichtszüge) ein solider Kriegsfilm, der zum Glück nicht im befürchteten Pathos ersäuft. Zwar bekommt jeder sterbende US-Soldat seine Großaufnahme, während die Japse umfallen wie die Fliegen, aber die Grundaussage ist hier doch eher Zivilcourage gegen blinden Gehorsam.
So gibt es neben den zwei großen Action Sets, der Eroberung eines MG-Nestes und der Falle und Endschlacht im Zieldorf, auch den Konflikt des besonnenen Lieutenant Brandt und des Karriereorientierten Befehlshabers Captain Douglas aufzudröseln, die Sprengung eines wichtigen Staudamms zu verhindern und um auch eine Frauenrolle dabei zu haben, eine undurchsichtige Dorfbewohnerin zu bewerten = Lovestory, gähn. Im Vergleich zu den Hollywood Großproduktion ist man zwar locker zwei oder drei Ligen entfernt, im Rahmen der Möglichkeiten bringt der Film aber durchaus sine Leistung.
Nicht so dolle waren dafür die unbekannten Darsteller, die wohl eher einen Wettbewerb im Overacting auszutragen scheinen. Sonst gibt es aber wenig an Leerlauf zu bemängeln und wenns ans Krachwumm geht weiß das Drehbuch ordentlich auszuteilen und dank der günstigen Produktionsbedingungen werden auch eine ganze Menge Statisten zum Umfallen durchs Bild geschickt. Mir hats gefallen zumal die DVD ja auch für kleines Geld zu haben ist.
6/10