Wieder einer dieser Streifen, die einem beim Abspann kopfschüttelnd zurücklassen, denn kaum ein Genre dürfte eigentlich so simpel umzusetzen sein wie ein Slasher. Dass man dabei jedoch auch völligen Mist abliefern kann, beweist Autor und Regisseur Dennis Devine in nahezu jeder Einstellung.
Im August des Jahres 1892 tötet Lizzie Borden ihren Vater und ihre Stiefmutter mit einer Axt. In der Jetztzeit sind einige junge Damen einer Schwesternverbindung übers Wochenende im Haus eingeschlossen, als man eine Seance abhält und den Geist von Lizzie beschwört, der nicht lange auf sich warten lässt...
Wie es sich gehört, steigt die Erzählung mit Teilen der Vorgeschichte ein, doch trotz Sepia- Farbfilter wirkt der Sprung ins vorletzte Jahrhundert alles andere als glaubwürdig, zumal die spärliche Ausstattung und die schlichte Kleidung diesen Eindruck noch verstärken.
Als schließlich die Axt geschwungen wird, macht sich sogleich Ernüchterung breit, denn schlechter konnte man die Computereffekte kaum platzieren, da die Axt noch nicht einmal die Körper berührt, sondern einige Zentimeter davor innehält. Selbst das spritzende Blut stammt aus dem Rechner, was ebenfalls völlig dilettantisch aussieht.
Besser wird es mit dem Geschehen in der Gegenwart allerdings nicht, da einerseits die Synchro versagt und andererseits kaum ein sinnvoller Satz gesprochen wird. Stattdessen spielen die Trusen "Wahrheit oder Pflicht", folgerichtig zieht die eine oder andere blank, während anderweitig kräftig zur Flasche gegriffen wird. Als Nebenhandlungsstrang dient indes ein Spanner mit Camcorder, der Material für seine Webseite sammelt, was jedoch kaum für Abwechslung sorgt, da sich das Geschehen ausschließlich im 08/15 - Haus abspielt, - entweder im Keller oder in den übrigen austauschbaren Räumen.
Das spannungslose Kaspertheater bindet zwischenzeitlich zwar noch ein paar erklärende Flashbacks ein und Sätze wie "Ich glaub´, ein Geist hat mein Nachthemd hoch gepustet" sorgen für minimale Heiterkeit, doch ansonsten erzeugt der axtschwingende Geist alles andere als kurzweilige Unterhaltung. Entsprechend schlecht sind die Performances der Damen, als einzig erwähnenswerter Gewalteffekt ist ein fliegender Kopf (ohne vorherigen Hieb) im Spiel und selbst vom Score bleibt nicht eine Passage hängen.
Uninspiriert, amateurhaft inszeniert und so trashig billig, dass nicht einmal Trashfans ihre Freude daran haben dürften.
2,5 von 10