Wenn man als Olivier Gruner noch einigermaßen Martial Arts beherrscht, sich die Rolle der titelgebenden Killermaschine bei seiner eigenen Regiearbeit sogar selber zuschustert, dann jedoch nicht eine halbwegs sportliche Einlage bringt, dann ist das mit Arbeitsverweigerung gleichzusetzen.
Und mit so einer Haltung, die dem kompletten Werk in jeder Einstellung anzumerken ist, hat man grundsätzlich jegliche Legitimierung für den Posten eines Filmemachers verloren.
Das Projekt S74 des US-Militärs gerät aus dem Ruder, als das Flugzeug mit der chipgesteuerten Kampfmaschine "The Beast" (Olivier Gruner) in den Bergen Colorados abstürzt. Eine Sondereinheit begibt sich auf den Weg, den sich rasch regenerierenden und scheinbar unverletzbaren Killer zu stoppen...
Die Erzählung verliert den roten Faden nicht, - sie nimmt ihn erst gar nicht auf und findet kaum den Rhythmus zu einer kontinuierlichen Abfolge. Hier mal ein paar namenlose Hirnlosteens am Lagerfeuer, dort zwei Reporter, dazu der Lokalsheriff und als vage Rahmenhandlung ein Ranghoher, der einem Reporter von den Ereignissen berichtet.
Einen Sympathieträger sucht man vergebens, einen potentiellen Helden auch und selbst der Killer gerät in den Hintergrund, da die Inszenierung zu keiner Zeit eine angemessene Bedrohung aufbauen kann.
Zudem ist der austauschbare Wald bei den überwiegend nächtlich spielenden Szenen zu schwach ausgeleuchtet, die Dialoge gleichen dem Niveau eines Achtjährigen im Vollrausch und das Spiel der unfassbar schlecht performenden Mimen schwankt zwischen Overacting, Holzpuppendasein und gnadenlosem Dauergezeter inklusive Idioten-Synchro.
Ach ja, und die Action: Die findet zwei, drei Male oberhalb der Rippen statt und offenbart selbstverständlich nicht einen Tropfen Blutverlust, während man im Off stets nur erahnen kann, wie der schweigsame Robotkiller gerade mit den Fäusten oder einer Stichwaffe hantiert, was einem Totalausfall in Sachen Fights gleichkommt.
Dilettantismus und völliges Unvermögen durchziehen diese filmische Farce in jeder Einstellung, so dass selbst die härtesten Trashfans von A bis Z leiden dürften, wobei die pathetischen letzten Sätze, die wie Werbung für die US-Rüstung klingen, der Grütze noch den Rest geben. Ungelenk erzählt, komplett spannungsfrei vorgetragen und zudem völlig wahllos mit Archivmaterial ähnlich gelagerter Schundfilme angereichert: Plump, peinlich und mit nichts zu rechtfertigen.
1 von 10