Ein Film, der ganz ohne Worte oder Musik auskommt. Ein faszinierendes Experiment, das aber schnell etwas forciert wirkt - wie ein Werk von Taubstummen für Taubstumme. Dadurch wird auch der Zugang zu den ohnehin sehr kruden Figuren zusätzlich erschwert. In dem Reigen aus Kastration, Gewalt, Schmach, Neid, Inzest und Transplantation wären manch tröstende Worte sicherlich wichtig gewesen. Andererseits entstehen gerade so auch eine gewisse distanzierte Kälte und herbe Unmenschlichkeit. Und erstaunlich ist auch, wieviel hier trotzdem noch immer zum Ausdruck gebracht wird. Schmerz als Ersatz für Lust bzw. die Verbindung von beidem (z.B. in Form eines Messers in der Schulter als Phallus-Symbol) ist ein faszininierendes Motiv. Krass auch, wie das Drama immer weitere Kreise zieht. Mal wieder ein wunderbar abgedrehter Asia-Flick.