Alle Kurzkommentare


7

Ein Film, der ganz ohne Worte oder Musik auskommt. Ein faszinierendes Experiment, das aber schnell etwas forciert wirkt - wie ein Werk von Taubstummen für Taubstumme. Dadurch wird auch der Zugang zu den ohnehin sehr kruden Figuren zusätzlich erschwert. In dem Reigen aus Kastration, Gewalt, Schmach, Neid, Inzest und Transplantation wären manch tröstende Worte sicherlich wichtig gewesen. Andererseits entstehen gerade so auch eine gewisse distanzierte Kälte und herbe Unmenschlichkeit. Und erstaunlich ist auch, wieviel hier trotzdem noch immer zum Ausdruck gebracht wird. Schmerz als Ersatz für Lust bzw. die Verbindung von beidem (z.B. in Form eines Messers in der Schulter als Phallus-Symbol) ist ein faszininierendes Motiv. Krass auch, wie das Drama immer weitere Kreise zieht. Mal wieder ein wunderbar abgedrehter Asia-Flick.

6

Ein intensiver Film, wie man es von Kim Ki-duk erwartet. Ein außergewöhnlicher, oder bringen wir es gleich auf den Punkt, ein stranger Film, wie man es von asiatischem Art-House-Kino erwarten muss. Ein Film ohne ein gesprochenes Wort, was ich laut Vorab-Info erwarten sollte. Aber es funktioniert. Ob der Film gut ist, bleibt sicher strittig, aber das liegt ohne Frage am Rahmen der Handlung. Inszenatorisch ist er es auf jeden Fall. Punkt. Wer allerdings einer übermäßigen Angst um sein bestes Stück unterliegt, sollte die gezeigten Qualen auf jeden Fall meiden. Autsch.

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