„Signale“ ist ein weiterer Versuch der DDR, auf dem Gebiet des SF-Films zu punkten, diesmal geht es, ganz fortschrittlicher Stand der Dinge, um eine Rettungsaktion für ein scheinbar schon verlorenes Raumschiff am Rande des Sonnensystems.
Obwohl Zeit und Mittel begrenzt scheinen, versuchen die wackeren Kosmonauten ihr Äußerstes und haben letztendlich Erfolg.
„Signale“ ist rein äußerlich in fast tadelloser Form, die Weltraumszenen sind durchaus beachtlich, die Raumschiffmodelle sauber konstruiert, die Bewegungen überhaupt nicht amateurhaft. Selbst die Sequenzen in Schwerelosigkeit hat man hervorragend hinbekommen, wie überhaupt der Produktionsaufwand den Film als Prestigeobjekt kennzeichnet.
Doch leider macht die Herkunft dem Film doch zu schaffen, denn im Sozialismus gab’s nun mal keine scharf umrissenen Charaktere, die dem Film und seiner Rettungsaktion Profil hätten verleihen können. Hier ist absolutes Teamwork unter totaler Selbstaufgabe jeglicher persönlicher Züge angesagt, alle arbeiten Hand in Hand und es läuft auch verdammt korrekt ab.
Leider macht das den Film auch verdammt langweilig – so hätte eine realistische Star-Trek-Verfilmung vermutlich gewirkt, wenn man sich ihr mit Realitäten und Wahrscheinlichkeiten genähert hätte.
Alles wirkt so antiseptisch und kühl, dass man sich für niemanden erwärmen, mit keinem identifizieren kann, weswegen „Signale“ auch einfach nur so vor sich hin tuckert, bis er dann irgendwann zu Ende ist.
Man kann sagen, das wäre eine Leistungsschau des ostdeutschen Films gewesen, aber für einen spannenden und unterhaltsamen Film reicht das leider nicht, nur für ein Kabinett mit leblosen Figuren und Emotionen, kaum wärmer als die Schiffssysteme. (3/10)