Review

Ein Film vom Wühltisch, in fast jeder Hinsicht. Billige Szenerie, unmotivierte Darsteller, unlogische Handlung.
Der verweichlichte Geschäftsmann Tom, später genannt 'Tommiboy', wird von einem ultralangweiligen, blassen John Ritter gegeben, der oberfiese Sado-Gangster Mr. Eddie von Eric Roberts. Die weiblichen Äquivalente sind Rachel Hunter als Gina, die ebenso lahmarschig aufspielt wie ihr Gemahl, und Katy Boyer als Miss Lollie (?). Die Handlung ist so klischeehaft wie unstimmig: Obengenannter Geschäftsheini wird während des Familienurlaubs der Gefangenschaft unterworfen und mitsamt Familie psychisch gefoltert, indem Mr. Eddie irgendwelchen Passanten vor ihren Augen mit einer merkwürdigen Schusterahle, die als eine Art Superwaffe vorgestellt wird, das Rückenmark demoliert. Tommiboy soll sich sein gesamtes Vermögen (1,2 Mio.) mal eben in den Urlaubsort überweisen lassen und es den Bösewichtern übergeben, was merkwürdigerweise auch alles klappt, bis er aus unerfindlichen Gründen durchdreht und auf superdämliche Weise versucht, gleichzeitig das Geld und seine Familie zu retten.
Dabei geht es keinesfalls blutig zu (naja, das Hawaiihemd von Eric Roberts ist am Ende unten mit roter Soße vollgeschmiert), so daß man sich wieder mal die berühmte Frage stellt: Warum "nicht unter 18 Jahren freigegeben"??? Erste, meistens richtige Antwort: Damit Naivlinge wie ich sich den Film zulegen und Firmen wie e-m-s auch mit dem letzten Schrott noch Geld verdienen. Aber dann kam mir die Erkenntnis, daß dieser Film mit tatsächlich jugend(und auch jeden sonst)-gefährdenden optischen Grausamkeiten arbeitet, die im folgenden genannt werden sollen:

a) Die knallbunten Hawaiihemden der männlichen Hauptdarsteller sind nicht minder ekelhaft als die Gedärme in irgendwelchen Kannibalenfilmen.

b) Die idiotischen Minizöpfchen von Eric Roberts und Katy Boyer sind ein ästhetisches Verbrechen der schlimmsten Sorte.

c) Katy Boyer sieht auch sonst sch...ön dämlich aus.

d) Wenn in epischer Breite gezeigt wird, wie Mr. Eddie am Ende der Sabber aus dem Mund trieft, vergeht auch dem härtesten Guinea-Pig der Appetit.

Alles in allem Gründe, den Film nicht nur zu indizieren, sondern am besten zu beschlagnahmen... Jugendschützer, tut eure Arbeit!

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