kurz angerissen*
Die Gewässer wurden stark aufgewühlt im Jahr 2013. Nicht auszuschließen, dass Detective Dee beim Wellensurfen auf Percy Jackson gestoßen ist, der zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls auf Tiefseeungeheuerjagd war – gleichfalls im zweiten Abenteuer seiner Mystery-Kinoreihe.
„…der Fluch des Seeungeheuers“ ist allerdings ein Prequel und entbehrt vieler Originaldarsteller, allen voran Hauptdarsteller Andy Lau, dessen Dee mit Mark Chao umbesetzt wurde. Am grundsätzlichen Ton ändert das nichts; schon „…das Geheimnis der Phantomflammen“ war visuell eher eine Masse-über-Klasse-Effekteschau. Wieder inszeniert Tsui Hark mit CGI- und Ausstattungswut. Unfertig wirkende Effekte werden im Zuge dessen öfter mal durchgewunken. Mittendrin ein Monster nach „Creature from the Black Lagoon“-Vorbild, ohne die erzählerische Ruhe eines alten Monsterfilms. Im Gegenteil, Konflikte werden stets in großen Sälen oder weiten Räumen unter Wirework ausgetragen, derweil Anschuldigungen im weiten Rund einen auffallenden Hall entwickeln.
Was darunter etwas leidet, sind die Feinheiten rund um Dees Ermittlungen. Nicht, dass jene um die Phantomflammen allzu dialoglastig gewesen seien, wenigstens der Geist von Holmes, Chan und Moto war zugegen. Inzwischen nur noch, wenn man die Augen zukneift.
Doch warum soll Hark auch allzu viel an seiner erfolgreichen Formel ändern; die „Dee“-Reihe hat trotz ihrer Unzulänglichkeiten ihre Qualitäten, denn sie weckt die Sehnsucht nach stilvoller Kino-Detektivarbeit und deutet zugleich jenen Erfindungsreichtum an, der dem phantastischen Film zunehmend abhanden kommt.
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