Remakes sind so eine Sache...
Vorallem im Horrorgenre werden Jahr für Jahr Reboots zu Klassikern auf den Markt geklatscht, welche man größtenteils nicht braucht. Natürlich gibts auch Ausnahmen, aber meistens ist es schwer dem Original gerecht zu werden.
Regieseur Lucky McKee´s "All Cheerleaders die" ist zwar auch ein Remake, aber eines der etwas anderen Art, denn hier wird nicht etwa ein alter Klassiker des Genres neu interpretiert, nein, er dreht seinen eigenen Film einfach nochmal aufs neue...
Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich der Film um Cheerleader. Die Story mal ganz kurz und knapp zusammen gefasst:
Auf einer amerikanischen Highschool, scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen.... Da gibts die beliebten Footballstars, die hübschen aufgetakelten Cheerleader, die Aussenseiter und die Grufties. Als die Cheerleaderchefin bei einem Trainingsunfall stribt, wird nicht allzu lange getrauert und das Footballass Terry (Tom Williamson) welcher mit ihr zusammen war, schnappt sich recht schnell mit Tracey (Brooke Butler) die nächste Hupfdohle. Diese ist total ist natürlich total verknallt in ihn... naja bis sie von der lesbischen neu Cheerleaderin Maddy(Caitlin Stasey) erfahren muss das er sie betrügt...
Sauer über die neue Erkenntnis eskaliert auf einer Waldparty ein Streit auf welcher Terry, Tracy eine reinhaut. Als die Cheerleadermädels die Polizei rufen wollen und mit ihrem Auto davonbrausen, rasst ihnen der wütende Sportler hinterher. Ein Unfall passiert und die Mädels kommen ums Leben... gut das Hexe Leena (Sianoa Smit-McPhee) in der nähe war, denn diese macht ein wenig Hokuspokus und schwupps sind die Damen nicht mehr tot sondern untod und sinnen auf Rache...
Lucky McKee der mit "The Woman" vor einigen Jahren einen der erschreckendsten Rachethriller abgeliefert hat, wandert mit "All Cheerleaders die" auf etwas anderen Wegen und präsentiert zusammen mit Regiekollege Chris Sivertson einen Horrorgenremix der gleich mehrere Elemente mit einander vermengt. So kann man das hier besprochene wohl am besten als Mischung aus Zombie-Teenie-Hexen-Slasher Filmen bezeichnen. Oft genug scheitern Horrorgenre Mixturen, doch in dem hier besprochenen Fall hat man wie es aussieht die richtige Balance gefunden, so das der Film alles in allem schon recht stimmig wirkt. Eher auf witzig getrimmt, verliert sich der Film niemals in allzu großen Klamauk und eine gewisse Ernsthaftigkeit bleibt stets vorhanden.
Selbst wenn in einer Szene ein Furz zu hören ist. was mich eigentlich in so ziemlich jedem Film nervt...
Der gezeigte Horror, schielt hierbei auch weniger Spannende Momente sondern vermischt die Splatterszenen mit Humor.
So darf man sich als Horrorfan auf das Aussaugen von Menschen, auf kleinere Schlitzereien und einiges mehr freuen. Leider findet hier einiges im Off statt und auch der Härtegrad ist meiner Meinung nach eher geringt. So das Gorefreaks nicht zuviel erwarten sollten... Die weiteren Special Effects wie das zurückholen ins Leben z.B. sind auf jedenfall gelungen.
Die Darsteller liefern eine solide Leistung ab und verleihen den Charakteren die Glaubwürdigkeit die sie brauchen. Auch wenn sie einige der Personen etwas zu überspritzt daherkommen, was aber wohl auch als Parodie gesehen werden soll.
Fazit:
Mit " All Cheerleaders die" liefern McKee und Sivertson einen funktionierenden Horrorgenremix ab, welchen man sich wenn man nicht allzu viel erwartet ruhig zu gemühte führen kann.
Kurzweil bietet der Film auf jedenfall auch wenn etwas mehr Schauwerte nett gewesen wären. Mal sehen was eine angedeutete Fortsetzung irgendwann bringt.
Solide 6 Punkte