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Wenn alle Cheerleader am Rande eines Footballspiels plötzlich nicht mehr erschienen, würde wohl etwas fehlen, weshalb der Titel des Regieduos Lucky McKee und Chris Sivertson auch grundlegend in die Irre führt. Ihre Neuauflage des bereits 2001 schon einmal abgedrehten Materials bietet eine teils groteske Mischung, die jedoch erst ab Mitte des Geschehens Fahrt aufnimmt.

Eigenbrötlerin Maddy erschleicht sich eine Position im hiesigen Team der Cheerleader, um einen Keil zwischen die Jungs des Footballteams und den Mädchen zu treiben. Als Maddy und drei weitere Mädchen bei einem Unfall umkommen, versucht die junge Wicca-Hexe Leena etwas mit ihren magischen Steinen zu bewirken, - mit ungeahnten Folgen...

Beide Regisseure haben sich im Horrorbereich einen halbwegs anständigen Ruf erarbeiten können, nachdem sie 2001 mit sehr sparsamen Mitteln ihr Debüt feierten, welches weitgehend unbeachtet blieb. Mit besserem Equipment und einigen Erfahrungen mehr lohnt sich so ein Neuaufguss durchaus, zumal die Ideen auch heute noch vergleichsweise unverbraucht daherkommen. Zwar erinnert das Treiben zuweilen an "Hexenclub" und "Jennifer's Body", doch langweilig wird es zu keiner Zeit.

Dafür sorgen in der ersten Hälfte einige Klischees, die im nächsten Moment wiederum auf die Spitze getrieben werden, während einige ambivalente Figuren von der Partie sind, deren Absichten nicht gleich zu durchschauen sind.
Natürlich werden auch typische Highschool-Szenarien dargeboten, denn die Pool-Party mit halbnackter Haut darf genauso wenig fehlen wie der Drogen-Van, aus dem es nach Öffnen der Schiebetür erstmal ordentlich qualmt.

Ein paar humorige Einschübe sind phasenweise auszumachen, doch für eine reine Komödie werden im Verlauf einige ernste Momente zuviel eingebunden, was zuweilen ein wenig holprig, beinahe unbedarft anmutet. Dafür startet die Chose im letzten Drittel so richtig durch, als es zu blutigen Momenten (beispielsweise durch Fangeisen) kommt und ein paar Actionszenen auszumachen sind.
Die CGI, welche den magischen Steinen anhaften, sind zwar eher unterdurchschnittlich, den positiven Gesamteindruck trüben sie jedoch nicht.

Dieser wird bekräftigt durch ein latent passables Erzähltempo, ordentliche Darstellerleistungen, einen abwechslungsreichen Score (der während des Abspanns durch zig Songs seinen Höhepunkt findet) und frisch wirkende Ideen, die zwar nicht immer zusammenpassen, jedoch ein abwechslungsreiches Ganzes ergeben.
Ein durchaus versiert inszenierter und unterhaltsamer Highschool-Cheerleader-Zombie-Vampir-Rache-Streifen.
6,5 von 10

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