Ein Maskenbildner wurde vom Boss eines Filmstudios auf Grund von Rivalitäten um eine Frau im Gesicht entstellt. Daraufhin verschwinden für das Filmstudio aktive Schauspieler und tauchen als Objekte im Wachsfigurenkabinett des Maskenbildners auf, der seine Werke für einen Racheakt gegen seinen Widersacher benötigt.
Heissa, meint man zu Beginn noch, es mit einer weiteren Variante von Wachsfigurenfilmen wie "Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts" und "Das Kabinett des Professor Bondi" zu tun zu haben, in der Leichen zu Ausstellungsstücken verarbeitet werden, so wird man hier schnell eines Besseren belehrt, denn das Drehbuch hält eine abstruse Idee parat. Die Verschwundenen wurden mit Hilfe eines Hypnoseserums in eine Starre versetzt und gehorchen fortan dem Maskenbildner, es sei denn, sie kommen mit Elektrizität in Berührung, wie hier in Form eines Gewitters, das in der Luft liegt, aber dieses Phänomen hat im Endeffekt wenig Auswirkungen.
Dies ist dann auch schon die beste und abgefahrenste Idee des Films. Ansonsten bekommt man das Übliche zu Gesicht, wobei leider viel Leerlauf vorherrscht. In vielen unnötig langen Szenen plaudert der Entstellte mit seinen Kreationen oder man begleitet die beiden oberschusseligen Polizisten bei ihrer Ermittlungsarbeit. Gegen Schluss, wo der Film dramaturgisch etwas an Fahrt aufnimmt, wird dann durch eine lange Verfolgung eines künftigen Opfers und die überlange Verfolgungsjagd zwischen dem Bildner und der Polizei das Spannungspotenzial wieder verringert. Das Ganze gipfelt dann in einem unverschämt mauen Ende.
Gute Werte erreicht der Film bei der Athmosphäre, denn es wird die typische 60er Jahre Horrorfilmstimmung verbreitet. Besonders bei den Szenen im Wachsfigurenkabinett inklusive Bastelwerkstatt mit Laborbehältnissen, brodelnden Flüssigkeiten und Dämpfen wird durch Beleuchtung und Sound ein dichtes Szenario geschaffen.
Bluteffekte gibts es keine bis auf das übertriebene Matschgesicht beim Rückblick auf den Grund für die Entstellung des Maskenbildners und das Blut am Messer als der Unhold einmal diese Waffe sprechen lässt.
Die Darsteller liefern ordentliche Leistungen ab, wobei Cameron Mitchell in der Rolle des Wachsfigurenbesitzers sich natürlich mit dem großartigen Vincent Price aus "Das Kabinett des Professor Bondi" vergleichen lassen muss und diesen Vergleich nicht für sich entscheiden kann. Überrascht war ich bei den Leuten, die die starren Hypnotiserten spielen, denn trotz langer Einstellungen konnte ich bei diesen kein Augenzwinkern oder sonstige Gesichtsregungen wahrnehmen. Respekt.
Insgesamt ist der Film kein Komplettreinfall aber Wachsfigureninteressierten rate ich dann doch eher zu den üblichen Klassikern und auch der Trashliebhaber kommt bei diesem Werk nur bedingt auf seine Kosten.