Was hier wirklich sehr positiv zum Tragen gekommen ist, ist zum einen die tolle Atmosphäre, die Bethmann hier mit seinem Werk erzeugt hat. Zum einen gelingt ihm durch die teilweise einem alten Foto nachempfundene farbliche Darstellung der Effekt der Rückblende, die sich dann wieder in Farbe aufzulösen scheint. Zum anderen bleibt das Bild dabei die ganze Zeit scharf und in allen Details auch im Dunklen zu erkennen, und das gibt es selbst bei manch viel viel höherpreisigen Filmen nicht, weshalb das sehr gut gemacht wurde.
Die Darsteller sind wechselhaft. Margarethe von Stern macht im Film eine sehr gute Figur, was man leider von ihr in ihrem Interview im Bonusmaterial überhaupt nicht sagen konnte. Der Inhalt von den 4 Minuten Interview lässt sich nämlich mit "Ich hatte sehr viel Spaß" und "Antonio war immer präsent" in wenigen Sekunden zusammen fassen. Im Film jedoch gelingt es ihr sehr gut die Stimmung des Werks aufzunehmen und diese auf den Zuschauer zu transportieren. Alle anderen Darsteller bleiben hinter den Erwartungen zurück. Antonio Mayans tritt hier als Größe auf, die er auch ist, allerdings ist seine Rolle zu klein, als dass er richtig gut in Erscheinung treten könnte.
Das größte Manko des Films ist der Ton. Lautstärke ist in Ordnung und die Musik im Verhältnis zur Sprache auch. Der Score ist auch wie er ist gut, aber die Nach-Synchronisation lässt den Film amateurhaft wirken, denn diese passt irgendwie manchmal nicht. Die Intonation der Stimmen ist in Ordnung, aber warum macht man das nicht mit O-Ton? Vielleicht würde der Film dadurch an Qualität gewinnen.
Fazit: Einzig die etwas langatmige Handlung in der Mitte der ersten Hälfte lässt den Zuschauer fast einschlafen, sonst kann "Help me I am dead" aber sehr gut überzeugen.