Review

Jack kündigt seinen Job im Plattenladen, um seinem Traum zu folgen. Er möchte seine Songs veröffentlichen, in der Disco auflegen und – ja, das ist es so ziemlich. Die Geschichte ist ziemlich irrelevant. Viel einprägsamer ist da Jacks Auftreten. In seiner völlig überzogenen Fröhlichkeit und seinem geradezu ekelhaften Selbstbewusstsein ist er von Minute eins an vornehmlich anstrengend und geht auf den Sack. Liegt vielleicht an den zu engen Hosen, die eben diesen langsam wegquetschen.
Nebenbei erzählt der von Nancy Walker inszenierte und mit Discomucke unterlegte Streifen noch irgendwie was über die bekannte Band Village People, deren Zusammenkommen und wie sie mit Jack Songs  aufnehmen. Das ist genauso ungelenk erzählt wie der Plot um Jacks Kumpeline Valerie, die mal gemodelt hat, aber mit Mitte 20 oder so in Rente ist und für einen Milchwerbespot ins Rampenlicht zurückgeholt werden soll.

Wer sich eine Nummernrevue erhofft, bekommt immerhin hier und da musikalische Einlagen serviert. Alles für Disco Stu, muss man mögen, bleibt aber so oder so ziemlich sinnlos. Auch der immer wieder anvisierte Humor scheitert, dafür bekommt man einen bockigen (damals noch) Bruce Jenner, einen gestresster Paul Sand als Labelchef und eben die Village People, für die sich der Film allerdings nicht so recht interessiert. Sie sind eher bewerbendes Beiwerk und laufen sich eben zufällig über den Weg. Dabei ist schon bemerkenswert, wie die die Band umgebende Homoerotik bebildert wird, man es aber tunlichst vermeidet, das auch nur irgendwie zu verbalisieren. Das wirkt in seiner Offensichtlichkeit einfach nur lächerlich.

Steve Guttenberg als Jack ist wie erwähnt nur anstrengend, Valerie Perrine als Samantha versucht charmant zu sein. Klappt nicht, darstellerisch geht hier durch die Bank ziemlich wenig. Klar, der Schwerpunkt liegt auf Musik und Spaß, das Drumherum ist aber so witzlos und uninteressant, dass selbst die bekannteren  Musiknummern nichts mehr reißen.
Verzichtbares Vehikel für überdrehte Darsteller und eine bekannte Disco-Formation in etwas, das nur sehr entfernt an eine stringente Geschichte erinnert und sich ob seines fehlenden Unterhaltungsfaktors zieht wie Kaugummi.

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