Nicht Ed Wood´s legendärer "Plan 9 From Outer Space", sondern dieser Streifen hier gilt in Insiderkreisen als schlechtester Film aller Zeiten. Was wohl in erster Linie daran liegen mag, dass nicht einmal ein Minimum an Handlung vorhanden ist: Irgendwelche Typen rennen ziellos durch die Wüste und versuchen sich gegenseitig abzumurksen. Ein durch nukleare Strahlen entstelltes Monster kennt dabei keine Parteizugehörigkeit und macht alles kalt, was ihm über den Weg läuft... oder so ähnlich...
Zwar ist "The Beast of Yucca Flats" auf rein technischer Basis - sprich: Kameraführung, Schnitt etc. - recht solide, doch genau jener Dilettantismus in Form von wackelnden Kulissen oder sinnlos eingefügten Filmschnippseln machen das Ed Wood-Vehikel weitaus charmanter als dieses Stück Zelluloid. Denn "The Beast of Yucca Flats" ist ein gänzlich unspektakulärer, in nur sehr wenigen Momenten akzeptabler C-Heuler geworden. Es gibt einpaar wenige, unblutige Morde und das wars auch schon. In erster Linie ist die Story jedoch wirklich nichts anderes als eine einzige Rennerei durch die Wüste: Dialoge sind Fehlanzeige, statt dessen kommentiert ein Sprecher ziemlich lustlos das Geschehen aus dem Off.
Nun wurde "The Beast of Yucca Flats" in einer Zeit gedreht, in der große Angst vor nuklearer Bedrohung herrschte: Atombombentests, Verseuchung durch Strahlen - doch auch in dieser Hinsicht ist kaum etwas von einer Message zu bemerkbar. Deshalb sollten sich lediglich eingefleischte Trash-Fans den Film zu Gemüte führen - natürlich nur um sagen zu können, man habe ihn auch mal gesehen.