Die gute Nachricht zuerst: Beißer aus dem letzen Bondfilm ist im elften 007 Abenteuer "Moonraker - Streng geheim" wieder mit dabei. Jedoch hat er nach einem furiosen Auftritt in der Vorgeschichte (leider das Beste am ganzen Film!) erst einmal Pause und tritt erst wieder in der zweiten Hälfte des Streifens in Erscheinung. Immerhin verleiht diese Figur dem Film den nötigen Humor. Leider ist dies auch der letzte Streifen mit diesem Bösewicht. Actionmäßig bekommt der Zuschauer auch wieder einiges geboten, es geht diesbezüglich recht abwechslungsreich zur Sache. Auch die Q Abteilung lässt sich nicht lumpen und versorgt Bond mit einigen nützlichen Extras.
Eigentlich hat der Film also ganz gute Voraussetzungen. Trotzdem fällt das Gesamtbild für einen Bondfilm recht schwach aus. Dies liegt vor allem an den recht blassen Darstellern (Die Stammbesetzung sei hiervon allerdings ausgeschlossen!). Der Oberfiesling Drax und sein erster Handlanger sind ein reiner Witz. Auch das Bondgirl konnte mich nicht richtig überzeugen. Den Hammer schießt allerdings die aus dem Ärmel geschüttelte zähe Story ab. Orchideen als Killerpflanzen und dann auch noch Bond im Weltraum! Zugegeben der zweite Punkt bietet immerhin mal etwas Neues aber irgendwie gehört 007 einfach nicht ins All. Dann hätte Drax auch gleich "ET" als Geisel festhalten können und mit dessen Glühfinger und einem Verstärker die Erde zum kochen bringen können.
Auch wenn man durch gute Actioneinlagen während der lahmen Geschichte bei Laune gehalten wird, bleibt nach dem elften Bondabenteuer ein fader Nachgeschmack. Zwar ist auch dieser Streifen kein schlechter, aber insgesamt haben wir das schon mal besser gesehen!
noch 6 Punkte