Intro:
Nach dem sehr kostspieligen, aber erfolgreichem " Spy who loved me " wurde hier nochmal eine Schippe draufgelegt. Moonraker war das mit Abstand teuerste Bondabenteuer, dass es bis dahin gab. Broccoli war von " Star Wars " sehr begeistert und beschloss somit seinen Helden auch in den Weltraum zu schicken. Dafür musste er auch tief in die Tasche greifen.
Als Regisseur verpflichtete man wieder Lewis Gilbert und Christopher Wood durfte wieder das Drehbuch beisteuern. Und es hat alles funktioniert, denn Moonraker spielte Rekordsummen von über 200 Millionen Dollar ein und war damit der erfolgreichste Bondfilm bis dahin.
Inhalt:
Ein Space Shuttle wird noch in der Luft auf dem Weg nach England entführt. Sofort wird James Bond geschickt um herauszufinden was mit dem Raumpendler passiert ist. Dabei stößt er auf den größenwahnsinnigen Multimillionär Hugo Drax, welcher eine neue Weltordnung schaffen will, indem er die gesamte Menschheit mit einem Nervengift ausrottet und auf seiner Raumstation eine neue Rasse mit perfekten Menschen produziert. Um das zu verhindern muss Bond auf unbekanntes Terretorium: Den Weltraum.
Allgemein:
Die Lieblingsstory der Bondmacher: Ein Größenwahnsinniger, welcher die Erde vernichten will. Funktiniert auch wie immer gut, denn die Story zieht sich durch den gesamten Film und bleibt immer solide. Man wollte hier tewas ganz besonderes schaffen und hat dies mit einem riesen Aufwand auch geschafft. Gute 30 Millionen Dollar ( damals eine Menge ) hat das Abenteuer gekostet und man musste eine komplette Raumstation auf einer Bühne bauen. Die Ausstattung übernahm, wie schon öfters Ken Adam, welcher sich hier mal wieder selbst übertraf. Natürlich kann das nicht mit Star Wars mithalten, aber für einen Agentenfilm locker und man setzte auch diesmal wieder neue Maßstäbe.
Auch an Action und Gimmicks hat man sich wieder viel Neues einfallen lassen. Gleich zu Beginn darf sich Bond einen Luftkampf liefern, eine Jagd mit Gondeln, bis hin zu einer spektakulären Seilbahnfahrt, zu Keilereien und einem Fight mit einer Riesenboa. Und die letzte halbe Stunde darf im Weltraum verbracht werden, bevor es dann ein riesen Gefecht mit Lasern gibt und Bond sich samt Shuttle aufmacht um die todgbringenden Kloben aufzuhalten. Man bekommt wieder alle Arten von abwechslungsreicher Action serviert.
Kulisse, Sound:
Außer dem Weltraum gibt es wieder viele exotische Orte zu bestaunen. Von Venedig über Rio De Janeiro nach Brasilien in den Dschungel und von dort aus in den Weltraum. Die Kulissen sind wie immer top auch wenn die Raumsttion für heute schon etwas alt wirkt, trotzdem sind die Effekte und Hintergrundbilder 1A.
Der Bonderfahrene Musikkomponist John Barry durfte sich hier mal wieder der Musik annehmen und lässt wie immer keine Wünsche offen. Vor allem die Musik im Weltraum ist einfach toll. Shirley Bassey durfte zum dritten Mal den Titelsong für einen Bond trällern. Leider ist das der schwächste der drei Songs, ist aber trotzdem noch gut anzuhören.
Schauspieler:
Roger Moore brilliert ein weiteres Mal in der Rolle von 007. Charme, trockene Sprüche und viel Humor ist die Devise. Und die meistert er auch perfekt. Er ist halt der perfekte britische Gentleman.
Michael Lonsdale steht die Rolle des größenwahnsinnigen Drax wirklich gut. Ihm traut man so etwas einfach zu und vor allem seine ewige Ruhe ist einfach passend, er lässt sich durch nichts aus dem Konzept bringen.
Lois Chiles als Bondgirl ist leider ein kleines Manko. Sie hat kaum Ausstrahlung und passt einfach nicht richtig zu Bond. Da hätte man sich doch für jemand Anderes entscheiden können.
Richard Kiel als Beißer hat dem Publikum und den Produzenten schon in " The Spy who loved me " gut gefallen. Also durfte er auch hier wieder ran. Diesmal mit mehr Humor und zum Schluss schlägt er sich sogar auf Bonds Seite. Natürlich sind seine Mordversuche an Bond wieder der totale Lacher.
Als M ist wieder Bernhard Lee und als Moneypenny Lois Maxwell zu sehen.
Q ist natürlich auch wieder dabei um James bond für seine Mission auszurüsten. Er wird weiter von Desmond Llewelyn verkörpert.
Fazit:
1A inszeniertes Agentenabenteuer. Viel Action, eine gute Story und ein gehöriger Schuss Humor. Tolle Ausstattung, klasse Sounds und gute Darsteller. Zwei Stunden perfekte Unterhaltung, die man einfach gesehen haben muss.