Review zu Moonraker (1979)
Moonraker befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 17 von derzeit 26 Plätzen.
Moonraker ist im Ranking der Moore-Bonds auf Platz 3.
James Bond: Moonraker ist der Elfte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Roger Moores vierter Kinoauftritt als James Bond.
Worum geht es in Moonraker ?
Ein Spaceshuttle von Hugo Draxs Firmennetzwerk wird auf einem Transport von Amerika nach Großbritannien entführt. Da dies die amerikanisch-britischen Beziehungen gefährdet, darf James Bond die Ermittlungen aufnehmen und die Firmenzentrale in Kalifornien besuchen. Trotz diverser Behinderungen während der Ermittlungen, die in Venedig, Rio und im All weitergehen, kommt Bond dem perfiden Plan von Drax zur Neukolonialisierung der Erde auf die Spur, in dem er mit Nervengas die Menschheit vernichten und durch ausgewählte, perfekte Menschen ersetzen möchte.
Was halte ich davon ?
Es ist von mir in dieser Reviewrunde in Vorbereitung auf SPECTRE eine einmalige Korrektur meines Rankings nach der eben durchgeführten Sichtung vorgenommen worden. Im Moore-Ranking hat sich eine Kleinigkeit verschoben – und Moonraker ist nun um einen Platz nach oben korrigiert worden und In Tödlicher Mission auf Platz 4 gerutscht.
Woran liegt das ? - Der atemberaubende Soundtrack von John Barry, wie immer das Setdesign von Ken Adam und dass 2 Stunden des Films wie im Flug vergehen. Es gibt darüber hinaus mehrere Szenen, die mir einen Gänsehautfaktor über Spannung und die Kombination mit Barrys Soundtrack liefern. Der Film fühlt sich bis auf ein paar Ungereimtheiten wie aus einem Guss an und liefert auch unkompliziert den roten Faden dazu.
Der 24.5. hat in unserer Geschichte zur Geburt mehrerer Personen geführt – Zum einen ist Michael Lonsdale am 24.5. geboren – Zum Anderen bin ich auch ein Kind des 24.5. Ich habe sehr geschmunzelt, als ich 2012 den Roman zu Moonraker gelesen habe und dabei über die Textstelle gestolpert bin, dass Hugo Drax eine Art Lonsdale-Figur ist und ER IST ES. Hugo Drax hat ähnliche Pläne wie Stromberg – doch dabei setzt er nicht darauf, dass sich die Menschheit selbst umbringt – Dafür lässt er seine selbstproduzierten Globen mit Nervengas von seiner Station auf die Erde schießen, um die Vernichtung der Menschheit selbst in die Hand zu nehmen. Zudem haben wir mit Lois Chiles als Holly Goodhead ein überdurchschnittlich gutes Bondgirl – schön, elegant, intelligent, eigenständig, die ebenfalls als wichtige Person in die Handlung integriert wird, jedoch nicht versucht, ein 2. Bond zu sein.
Den großen Science-Fiction-Filmen der 70er, die bis heute überdauern, haben wir zu verdanken, dass uns Bond dieses unglaubliche „Over-The-Top“-Abenteuer liefert.
Es gibt jedoch ein paar Kritikpunkte, die eine höhere Wertung von mir ausschließen. Manch eine Slapstickeinlage (Zirkus am Anfang mit der entsprechenden Musik, das ausufernde Inszenieren der Landung mit der Hovercraftfunktion des Kanalboots in Venedig, Beißer trifft auf seine „Kleine“) fand ich dann doch etwas zu dick aufgetragen. Ich frage mich, ob Bond direkt am nächsten Tag nach dem Fight mit Chang und dem Fund des Nervengaslabors M und den Verteidigungsminister gebeten hat, sich das Labor anzusehen. Dann muss Drax in seinem Firmennetzwerk eine richtig gute Umzugs- und Dekontaminationsfirma haben, die innerhalb weniger Stunden einen Raum von Nervengas befreit, die Forschungseinrichtung entfernt und ein weiteres Büro für Drax herrichtet. Das finde ich etwas unlogisch – aber muss ein Film immer logisch sein ? Dann finde ich, dass Shirley Bassey mit Moonraker leider ihren schwächsten Titelsong abgeliefert hat, der mich bisher auch nie wirklich erreicht hat.
Das Rating von Moonraker beträgt 006/007 !
8/10