7
Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass James Bond nie so ohne weiteres in den Weltraum geflogen wäre, wenn nicht zuvor KRIEG DER STERNE mit seinem Mega-Erfolg die Filmlandschaft verändert hätte. Es dauert trotzdem ziemlich lange, bis 007 "oben" ist. Zuvor hält man uns mit imposanten Fallschirmstunts, einer Zentrifuge als tückischen Todesfalle, Fasanenjagden und venedischen Gondeln bei Laune. Bond lässt es im Zeitalter vor Aids Betthäschen-technisch wieder ordentlich krachen. Überhaupt bietet MOONRAKER besonders seichte und lockere Unterhaltung und verläuft abgesehen vom letzten Drittel in den üblichen, vorhersehbaren Bahnen. Ab dem Spaceshuttleflug wird dann aber wieder wie bei DER SPION, DER MICH LIEBTE mit Kulissen und einem technischen Aufwand geklotzt. MOONRAKER's größter Coup ist aber die Rückkehr von Beißer, dessen Überleben von tödlichen Missgeschicken zum Running Gag wird.
3
Einer der schlechtesten Bonds. Liegt aber nur am miserablen Ende, wo man Starwars nachahmen wollte, weil es gerade modern war. Das wirkt einfach alles zu albern und übertrieben, wenn alle mit Laserkananonen feuern. Aber bis dato ist der Film spitze und hätte das Zeug zum besten Roger Moore Film gehabt. Die verschiedenen tollen Drehorte und die Bondgirls machen den Film zu einem optischen Genuß. Doch am Ende bleibt einem das Gefühl, dass man einen richtig schlechten Film gesehen hat. Deswegen gebe ich auch nur 5/10