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Nach außen wirkt Joshua McCord wie ein gewöhnlicher Professor an einer vornehmen Universität in Dallas. In Wirklichkeit jedoch ist er "der Mann der Präsidenten", ein Spezialagent für die ganz besonders schweren Fälle. Nachdem eine Gruppe von islamischen Extremisten mehrere Anschläge auf die Vereinigten Staaten verübt hat, wird Joshua beauftragt, weitere Anschläge zu verhindern. Um diese äußerst gefährliche Mission durchzuführen, holt sich McCord die Unterstützung seines Schützlings Deke Slater, den er zusammen mit seiner halb-asiatischen Tochter Que trainiert.

Das the Presidents Man eine Fortsetzung gefunden dürfte wohl einzig und allein an 9/11 gelegen haben, denn sonst schrie wohl nicht wirklich jemand nach einer Verlängerung. So dürfen auch hier arabische Turbanheinis eine Atombombe versteckt in einer Kunststatue in die Staaten schmuggeln um damit ein paar inhaftierte Kampfgenossen frei zu pressen. Tja, was macht man als Präsident, etwa FBI, NSA, Delta Force, Marines, Seals oder die Nationalgarde Schwuchteln holen? Nicht solange es noch McCord und seinen Azubi gibt.
Dieser wurde dann auch gleich mal mit einem neuen Darsteller besetzt, der immerhin deutlich sympathischer rüberkommt als die Holzlatte aus dem Vorgänger, aber ansonsten entwickelt sich der Film generell aber leider in die negative Richtung. Gleich zu Beginn gibt es wieder die große Explosion zu bestaunen, die man bereits schon für Teil eins irgendwo geklaut hat, aber auch sonst ist so ziemlich alles, was nach Geld aussieht mit Footage Aufnahmen belegt.
Auch Chuck Norris schien beim Dreh nicht gerade in Bestform gewesen zu sein, denn der bewegt sich hier nun gar nicht mehr. Zum Finale darf er nochmal einen müden Move vorführen, aber die meiste Arbeit muß dann doch sein Stuntman verrichten, während der olle Chucky eher schauen muß das sein Toupet nicht verrutscht. Auch in Sachen Action sucht man die Glanzlichter vergebens, Norris gibt hier lediglich den weisen Sensei, die wenigen Kloppereien muß dann aber Schüler Deke ausbaden. Das fällt dann auch nicht sonderlich spektakulär aus, klar der Junge hat schon was drauf, aber ein Tony Jaa würde darüber nur müde schmunzeln.
Über political Correctness wollen wir lieber auch gar nicht erst reden. Jeder der einen Turban trägt ist von Grund auf Böse, dafür diejenigen die sprechen, als hätten sie einen Kaugummi im Mund, edel und gut. Ja, Norris wählt offensichtlich die Republikaner. Als Abschiedsvorstellung von Robert Urich hätte man sich jedenfalls etwas Aufregenderes als diese müde Bombenhatz gewünscht.
3/10

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