Auch die Kanadier leisten ihren Beitrag zum Slasherkino und zwar gar keinen Schlechten. Der ziemlich unbekannte Regisseur George Mihalka übernahm die Regie. Nur war der Film anscheinend zu derbe und bekam nur ein X-Rating. Um jedoch das R-Rating zu bekommen musste man fast alle Morde kürzen. Daher schaffte es sogar die Videofirma CIC ( Weltmeister beim Kürzen ), welche den Film bekam, eine ungekürzte R-Rated Fassung auf Video zu bringen. Natürlich musste man " Blutiger Valentinstag " obendrauf noch indizieren, doch Diese wurde dann 2001 aufgehoben. In den Genuss einer Unrated Fassung werden wir wahrscheinlich nie kommen, was wirklich traurig ist, weil die Goreeffekte der Hauptgrund sind, um sich diesen Film anzusehen.
Story:
Vor 20 Jahren feierte man in einer kleinen Küstenstadt ein großes Valentinsfest. Doch sechs Bergleute hatten Dienst und wurden durch eine Explosion in der Mine eingeschlossen. Nach gut einem Monat wurden sie gefunden, doch es gab nur einen Überlebenden, namens Harry Warden. Nach seiner Genesung rächte er sich grausam am Valentinstag und brachte die Verantwortlichen um. Seit dem will niemand mehr das Valentinsfest feiern, doch nach dieser langen Zeit will man es wagen, aber nach kurzer Zeit gibt es die ersten Morde.
Gar nicht mal üble Story, die Idee mit dem Valentinstag und den damals verschütteten Bergarbeitern ist durchaus solide und der Mörder selbst ist schwer zu erraten. Der Zuschauer denkt immer es wäre Harry Warden. Aber er ist es nicht.
Man erfährt erst in den letzten fünf Minuten, wer der wahre Täter ist und das ist eine Überraschung.
Die dunkle Mine gibt eine sehr unheimliche Kulisse ab und wirkt sehr bedrohlich. Leider findet nur das Finale in der Mine statt, daher ist richtige Spannung auch erst am Ende vorhanden. Vorher dauert es jedoch ein Weilchen bis der Film in die Puschen kommt. Ein paar vereinzelte Morde werden dem Zuschauer geboten, welche aber allesamt recht unspannend daher kommen, aber die letzte halbe Stunde hat es wirklich in sich. Der Bodycount ist für die kurze Laufzeit beachtlich, leider wurde fast jeder Mord entschärft. Blut gibt es nur selten zu sehen, aber in der Unrated Fassung sind die Morde richtig gorig anzusehen. Opfer werden verbrüht, aufgespießt, mit einer Naglepistole erschossen, oder mit der Spitzhacke erschlagen. In unserer R-Rated ist davon nicht mehr sonderlich viel übrig geblieben, aber man kann sich den Film trotzdem noch gut ansehen. Der Mörder selbst trägt ausnahmsweise mal keine doofe Maske, sondern einen Bergarbeiteranzug. DieBergarbeiter werden als totale Partyhengste dargestellt, welche sich jeden Abend einen zwitschern und sich teeniemäßig aufführen.
Dementsprechend geht ein dickes Minus an die Darsteller, welche teils unterdurchschnittlich agieren, oder auch einfach nur nerven. Jemand richtig Bekanntes ist auch nicht vertreten.
Fazit:
Ordentlicher Slasher aus Kanada mit kleinen Startschwierigkeiten und nur mäßigen Darstellern. Erst zum Schluss wird es richtig spannend, die Mordszenen, wo bei uns leider kaum zu sehen sind, sind allesamt handgemacht und sehen gut aus. Toller Score und gruselige Kulisse.
Gut ansehbar, reicht aus um für gute Unterhaltung zu sorgen.