"My bloody Valentine" ist einer der Halloween-Ableger höherer Qualität. Auf dieser Ebene kann sich die kanadische Produktion durchaus mit Filmen wie "The Prowler" oder "The Burning" messen.
Der Titel sagt schon praktisch alles über den Inhalt aus : Bei "Blutiger Valentinstag" handelt sich um eine düstere Rachegeschichte, welche mit einem überraschenden Ende aufzuwarten weiß.
Vor zwanzig Jahren kam es in einer Bergwerksstadt am Valentinstag zu einer Katastrophe unter Tage, da aufgrund der Feierlichkeiten die Sicherheitsregelungen vernachlässigt worden sind.
Die Arbeiter kommen größtenteils um, nach einigen Tagen kann allerdings der Bergmann Harry Warden noch lebend geborgen werden, indem er sich von seinen verunglückten Kollegen ernährt hatte. Warden startet daraufhin einen Rachefeldzug gegen die Bürger der Stadt, bis er schließlich spurlos verschwindet.
Jetzt, zwanzig Jahre nach dem Unglück, soll das Valentinsfest wieder zelebriert werden, was die früheren Jahre aus Gründen der Pietät ausgeblieben ist.
Postwendend erhält der Bürgermeister als Warnung ein herausgetrenntes menschliches Herz zugesandt.
Eine Anzahl von jüngeren Bergleuten beschließt, trotzdem die Feierlichkeiten nicht ruhen zu lassen und inzwischen hat sich auch der Mörder in die Kleinstadt eingeschlichen und wütet - maskiert mit einem Bergmannschutzanzug,wie einst Warden - unter den Bürgern.
Eine Handvoll der Bergwerksarbeiter kommt dann auf die sinnige Idee, die Feier unter Tage fortzusetzen, wobei sich die Mine dann selbstverständlich als Todesfalle entpuppt.
Zugegeben : So dumm, wie sich die Handlung anhört, ist sie auch! Dennoch wird eine gewisse Spannung aufgebaut. Ist man anfänglich noch ziemlich sicher, daß Warden (oder sein Geist?) in die Stadt zurückgekehrt ist, um Rache zu üben, wird spätestens in der Mine offenkundig, daß der maskierte Mörder unter den Verfolgten selbst zu suchen ist.
Schließlich stellt sich heraus, daß es sich um Alex handelt, der miterleben mußte, wie Harry Warden vor zwanzig Jahren seinen Vater ermordet hatte.
In einer ursprünglichen Fassung muß der Film in seiner Gewaltdarstellung ausgesprochen wenig zurückhaltend gewesen sein. Um für seine Veröffentlichung in den USA ein "R-Rating" zu erzielen, wurde im Vorfeld praktisch jeder Mord stark zensiert und dies merkt man an den holprigen Schnitten an den entsprechenden Stellen auch noch!
Ich hoffe sehr, daß gerade dieser Film in kommender Zeit einmal unzensiert veröffentlicht wird!
Für diese Stümmelfassung gibt es jedenfalls nur
6 / 10.