Review

Der deutsche Paukerfilm ist zurück! Eine lange währende Tradition autoritätswidersetzender Klamaukfilme erhält sein 21th Century Update – und verkehrt sich ins Gegenteil.

Mit Gewalt und Entwertungen setzt sich der als Sympathieträger eingeführte „Lehrer“ gegen die Klassenassis durch und etabliert so ziemlich alle unangenehmen Stereotypen bei der jungen Zielgruppe, die man eigentlich überwunden hoffte: Arschloch sein ist cool und nur Schlampen haben Chancen bei den Jungs.

Dass hier jeder Satz ein Schimpfwort enthält – geschenkt. Vermutlich ist es diese Zielgruppennähe, die den Film so unglaublich erfolgreich gemacht hat. Frustrierend nur, dass das Level hier in jedem Bereich (Story, Witz, Schauspielleistung) so unterirdisch niedrig angesetzt ist. Einzig Katja Riemann lässt sich nicht beirren und liefert eine wirklich unterhaltsame Schulleiterinnensatire ab.

In Teil zwei wird es übrigens nicht besser, im Gegenteil: Die echten Schauspieler (Herfurth, Riemann, Pallaske) füllen nur noch Gastrollen aus, der Film gehört den Assis. Dabei wird weder die Location Thailand noch die Story um die konkurrierenden Schulen wirklich ausgeschöpft – das ist nicht mal einfach nur sinnfreie Unterhaltung, das ist einfach schlechtes Filmemachen.

Details
Ähnliche Filme