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Roger Moores Debut als Bond ist auch sein ernstester 007 überhaupt. Mit dem Thema Rauschgifthandel als zentralem Punkt wurde die Weltverschwörungsreihe erst mal in den Ruhestand geschickt. Der kalte Krieg war zwar noch lange nicht ganz abgeklungen, doch neue Feinde brauchte in Zeiten der Entspannung das Land. So kämpfte nun ein wesentlich realitätsnaherer und aktuellerer Bond gegen Yaphet Kotto, der den ersten farbigen Gegenspieler mimten.
Leben und sterben lassen hat neben einem furiosen Titelsong (einer der besten der Serie) dann auch jede Menge Lokalkolorit zu bieten und bringt neben der Großstadt atmosphäre auch wieder die Karibik samt Voodoo ins Spiel.
Moore kommt abgesehen von seiner Uhr beinahe ganz ohne Extras aus, was der Neu-Schöpfung der Figur gerade recht kommt. Mit den Nebenfiguren ist kein großer Staat zu machen und auch Tee-Hee, der mittels seiner Armprothesen killt, ist einer der schwächeren Hilfskiller, so wie der Showdown kurz und schmerzlos ist.
Trotzdem bleibt ein Bond für die Augen mit reichlich Spannung, der in der Historie eine ganz neue Seite aufschlug.
Leider verkamen die Moore-Bonds später zu gigantischen Kaspereien. Dieser hier ist aber gut zu genießen. (7,5/10).

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