Ein bisschen „E.T.“, ein bisschen „F/X“, ein bisschen „Weird Science“…
Emmerichs „Hollywood Monster“ fühlt sich irgendwie - ähnlich wie viele seiner Filme vor „Stargate“ - falsch an. Ich weiß gar nicht ganz genau warum. Aber er fühlt sich an wie ein Derivat, das Gegenteil eines Originals, irgendwie seelenlos und leer. Wie eine Hülle, wie ein Versprechen, wie ein Gerüst - nie fertig, final, vollwertig… Ohne jetzt gänzlich katastrophal zu sein, im anderen Sinne als Emmerichs später beliebtestes Subgenre. Erzählt wird von zwei jungen Kumpeln, die im Umfeld von Hollywood endlich ihren eigenen Film drehen wollen. Ihr liebstes Genre: selbstredend Horror. Doch als ein verwirrter Geist (!) aus einer goldenen Uhr aus einem geerbten Lederkoffer in eine ulkige Animatronicpuppe (?!) fährt, führt dieser unerwartete Stadtführer die beiden zu einer (lahmen) Schnitzeljagd quer durch Tinseltown…
… ein bisschen „Goonies“, ein bisschen „Muppets“…
Eigentlich sollte „Hollywood Monster“ besser funktionieren als er es dann wirklich tut. Das Jahrzehnt ist cheesy und cool, die Mode, die Monster, die Genrenerds, die Stadt L.A., die Chemie untereinander, ein paar verrückte Ideen und handgemachte Effekte, ein fieser Bösewicht. Auf dem Papier ist die Liste an Dingen, die funktionieren könnten, lang und bunt genug. In der Tat klickt dann aber leider wenig ineinander und Emmerich war noch deutlich nicht auf einer annehmbaren Stufe als Regisseur, Ideengeber oder Drehbuchschreiber angekommen. In manchen Beziehungen nah dran. Unübersehbar mit den richtigen Vorbildern gesegnet. Aber eben dann doch nie ganz da, wo er sein muss und mit dem Stoff, den er bringen muss. Das sollte er erst in den 90ern mit „Universal Soldier“. Dagegen ist „Hollywood Monster“ dann doch noch ein ganzes Stück banaler, egaler und kindlicher. Aber selbst den Kleinen könnte bei diesen fast zwei Stunden zwischendurch immer wieder langweilig werden… „Hollywood Monster“ hat einfach nicht genug zu tun und nicht genug Seele. Das hilft alles nix. Viel Leerlauf, viel Rumlungern.
… ein bisschen kacke
Fazit: suboptimale, oberflächliche und oftmals lächerliche Mixtur aus Puppenquark, Buddycomedy, L.A.-Rundfahrt und Teenage (Hollywood) Dream… Leider in allen Bereichen irgendwie off, charakterlos und leer. Das „Monster“ sieht zudem richtig mies aus. Aber die zwei grundsätzlich sehr sympathischen (Horrorfilm-)Nerds, genug 80s-Flair, einige feine Effekte/Lichtstimmungen und ein paar coole Songs („Imagination“) werfen immerhin noch ein paar Rettungsringe... Gut ist aber anders.