Erster von insgesamt gerademal zwei Einsätzen für den seinerzeit neuesten 00-Agenten im Dienste ihrer Majestät: Timothy Dalton. Unter der Bond-erfahrenen Regie von John Glen darf sich 007 in "Der Hauch des Todes" im staubigen Afghanistan gegen einen mächtigen Waffenhändler behaupten, wobei es dann schließlich in der finalen Konfrontation in mitten der Wüste auch mächtig kracht. Wie man es von einem Bondfilm gewohnt ist, bekommt man als Zuschauer auch hier fetzige Action, schöne Frauen (Maryam d'Abo - charakterlich aber leider blass bleibend) und einen mit allen Wassern gewaschenen Superagenten geboten. Trotzdem will "Der Hauch des Todes" meiner Ansicht nach nicht ganz die Klasse und Atmosphäre früherer 007-Abenteuer erreichen. Zum einen liegt das an Timothy Dalton, der zwar gut spielt aber weder den typisch britischen Charme eines Roger Moore noch die kühle, stilsichere Art eines Sean Connery zu versprühen vermag, zum anderen kränkelt John Glens vorletzter Bond an der Tatsache, daß der "Superschurke" hier leider kein echter, im Stile eines Blodfeld charismatischer "Superschurke" ist. Dementsprechend gibts hier auch eine spektakulären Massenvernichtungswaffen oder Festungen zu sehen sondern vielmehr weitesgehend konventionelle Action. Sieht zwar alles sehr schick aus aber für mich persönlich gehört einfach etwas "Außergewöhnliches" auf der Seiten des Bösen dazu...
Fazit: Sehenswert bleibt auch dieser Bondeinsatz dank guter Technik und (zumindest formal) überzeugender Darsteller selbstverständlich, ich schaue mir aber trotzdem lieber nochmal einen der alten Moore-Streifen an...