Review

Review zu Der Hauch des Todes (1987)

Der Hauch des Todes befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 5 von derzeit 26 Plätzen.

Der Hauch des Todes ist im Ranking der Dalton-Bonds auf Platz 1.

James Bond: Der Hauch des Todes ist der Fünfzehnte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Timothy Daltons erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Der Hauch des Todes ?

Der KGB-General Koskov läuft zu den Briten über. Kurz nachdem er dem britischen Geheimdienst von geplanten Attentaten auf britische Agenten durch die Operation „Smiert Spionam“ seines Vorgesetzten Leonid Pushkin erzählt, wird er scheinbar wieder vom KGB aufgegriffen. Bond nimmt Kontakt mit der Scharfschützin auf, die zu Koskovs „Sicherheit“ abgestellt wurde, und kommt nach einer Reise von Bratislava nach Wien über Tanger nach Afghanistan einem Putsch innerhalb des KGBs und eines komplexen Deals mit den Mujahaddin sowie eines Waffendeals näher.

Was halte ich davon ?

Der Hauch des Todes war, bevor ich überhaupt an Daniel Craig dachte und Casino Royale noch nicht gesehen hatte, mein Lieblingsbond. Nicht nur, weil der Film genauso alt ist wie ich, sondern aus vielen anderen Gründen ist Der Hauch des Todes einer der besten Bonds. Warum ? Zum einen ist Timothy Dalton ein extrem ehrgeiziger, bodenständiger und einsatzbereiter Bonddarsteller, der die Action soweit möglich selbst macht, die Flemingromane studiert hat und von allen 6 Darstellern der handwerklich beste „Schauspieler“ in der Rolle ist. Er bringt wie schon seine Vorgänger in den richtigen Momenten die richtigen Wortwitze mit einer Trockenheit rüber, so dass es mir immer wieder gefällt.

Die Story selbst ist mutig, komplex, intelligent und bringt das klassische Bondabenteuer und einen Plot mit Relevanz für den kalten Krieg zusammen. Die Handlungsorte fügen sich dazu nahtlos in die Geschichte ein. General Georgi Koskov ist ein Gegner der subtileren Sorte – Ein ambivalenter Charakter, bei dem man sich nie sicher sein kann, auf welcher Seite er steht, der sich sehr gut aus Situationen rausreden kann und wie eine linke Bazille immer wieder davonkommt. Sein Henchmen Necros ist keiner vom Typ Beißer und Oddjob, sondern eher physisch auf Bonds Ebene und dennoch gefährlich. Kara Milovy ist ein überdurchschnittliches Bondgirl, da Ihr Charakter eine Schlüsselfigur in der Beziehung Bond/Koskov darstellt, obwohl auf physischer Ebene wenig geboten wird und sie eher Marke „Oh-James“-Dummchen ist.

Die Action ist grandios, von der PTS über die spannende Szene mit dem Sniper bishin zum „Ice Chase“ und dem Endfight in Afghanistan inklusive dem Kampf im Flugzeug.

John Barrys letzter Score ist in meinen Augen auch sein bester – Der Song von A-Ha rangiert bei mir auch weit oben. Aber durch Necros und den Walkman ist eine der geilsten Einbindungen eines Songs überhaupt gelungen, in dem im Walkman „Where has everybody gone?“ von den Pretenders gespielt wird und Necros Step by Step ein paar Typen verschwinden lässt. Wie die Faust aufs Auge will ich da meinen.

Und der Film passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge.

Das Rating von Der Hauch des Todes beträgt 007/007 !

9/10

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