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Wahrhaftig ein Blutbad! Am Anfang denkt man: Dieser brasilianische Film wird zu einem blutig-schleimigen Remake von Roger Cormans HUMANOIDS FROM THE DEEP. Doch dann geht der Streifen ganz eigene Wege, wird mehr zur Zombie-Invasion. Die Masken der Untoten und Meereskreaturen sind gar nicht schlecht gemacht, nur der falsche Albino mit seiner weißen Perücke (sieht aus wie eine fusselige Strickmütze!) fällt wirklich negativ auf. Vor allem suppt es hier wie zu Ittenbachs besten Zeiten! Die ganze zweite Hälfte der Laufzeit ist mit Blut und ekeligem schwarzen Schleim/Schlick überzogen bis zum alptraumhaften Finale. Echt verstörend ist aber die Armut der Fischerleute, insbesondere das "Bordell" mit den feisten Weibern ist unfassbar. Umso mehr ist BLOODBATH bemerkenswert, weil er aus so einem Land ohne große Filmindustrie stammt.
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Hier ist der deutsche Titel Programm - allerdings erst im letzten Drittel des Streifens! Brasiliens Antwort auf Peter Jacksons BRAINDEAD macht erheblich (Bier-)Laune. Kostengünstig und natürlich niveaulos geht es hier zur Sache. Die Ideen sind teilweise so herzerfrischend hirnverbrannt und absurd wahnwitzig in Szene gesetzt worden, so dass es jedem geneigten Fan ein pure Partyfreude ist, dem Gemetzel beizuwohnen. Die Spezialeffekte sind zwar durchwachsen, aber vor allen Dingen handmade - so muss es sein! Die Synchro gleicht sich dem Geschehen auf dem Fernsehschirm an und passt gelegentlich wie ein Sektkorken auf eine Bierflasche. Dennoch ist Brasiliens krude Mixtur zum Thema "Zombie- und Creaturefilm"unter gewissen Umständen sehr unterhaltsam! Prost!