Die 18-jährige Jill (Nathalia Ramos) dreht mit ihrer Tante Gina (Carolina Guerra) und Kameramann Ramon (Sebastian Martínez) Dokumentarfilme in Kolumbien als ihr Vater (Peter Facinelli) sie endlich findet und darauf besteht, dass sie ihn zu seiner Hochzeit begleitet. Als ihr Wagen in eine Schlammlawine gerät, retten sie sich in ein gespenstisch wirkendes, einsames Haus…
Nach den Sequels „Haunted Hill – Die Rückkehr zum Haus des Schreckens“ (2007) und „Mirrors 2“ (2010), sowie dem Trashfilm „Arctic Predator“ (2010), darf der spanische Regisseur Victor Garcia (geb. 1974 in Barcelona) den Wiederbelebungsversuch „Hellraiser: Revelations“ (2011) in Szene setzen, der von Fans und Kritikern verrissen wird. 2 Jahre später geht Garcia auf Nummer Sicher und präsentiert mit „The Damned“ (Originaltitel) einen klassischen Spukhaus-Horrorfilm. Dieser beginnt nicht mit dem oft gesehenen Massaker, sondern einem Mann, der sich später als Jills Vater herausstellen wird, der in Blut und Schweiß getränkt an einer Tür lehnt, hinter der sich etwas Grauenhaftes verbirgt. Danach gliedert sich der Film in 3 Teile. In den ersten knapp 30 min. wird das Terrain geebnet, wobei die kolumbianische Hauptstadt Bogotá nur Kulisse ist, später spielt der geographische Standort des Hauses keine Rolle mehr. Bevor der Zuschauer beginnt sich zu langweilen, wird die bereits gesehene Tür geöffnet, was den zweiten Teil einläutet. Im Kellerverschlag befindet sich ein junges Mädchen, das alles andere als unschuldig eingesperrt wurde, wie sich bald zeigen wird. Zu bewährten Streicherklängen und einer das 5.1-System ausreizender Soundkulisse steigt nun die Spannung, die sich in der letzten halben Stunde in einem „Tanz der Teufel“ (1982) Klon mit angezogener Handbremse (FSK 16) entwickelt. Dabei verzichten Script und Regie nicht auf die typisch tiefe Dämonenstimme, so wie sie zuvor bereits alle erdenklichen Haunted House Klischees bedient haben: einsam gelegen mit bedrohlicher Ausstrahlung, nur wegen einer Autopanne dort angekommen, strömender Regen, düstere Räume ohne Strom, Kakerlaken, ein finsterer Keller samt Geheimnis, der mahnende Hausbesitzer, der plötzlich auftauchende Polizist und natürlich das unsterbliche Böse mittendrin. Bei ein bisschen mehr Originalität wäre eine bessere Note drin gewesen, denn Inszenierung und Darsteller liegen über dem üblichen Horror-Durchschnitt. (6,5/10)