Review

Ein Film auf Messers Schneide

„River's Edge“ ist ein wenig der jugendlichere und bitterere und desillusioniertere Fortentwurf zu „Stand By Me“, wenn ein junger, kräftiger Mann neben der erwürgten nackten Leiche einer Freundin von ihm am Flussufer sitzt und er sie auch seiner Clique zeigt. Doch als wäre die Tat nicht schon schlimm genug, schockiert das Verhalten und die Resignation der Jugendlichen fast genauso wie die eiskalte Leiche, Stimmung und Tat… 

Stand Brei Me

„Das Messer am Ufer“ ist meinem Gefühl nach immer nah am Kippen. Durch einige seiner Darsteller am Overacten und Underdelivern. Durch seine krasse Ausgangslage samt einiger Logiklöcher. Durch seine spezielle Herangehensweise an eine ganze Generation und einen grausamen Mord. Aber das eigentlich Besondere? Er kippt eben nicht, er funktioniert! Trotz Reeves, Glover, Roebuck und Hopper. Trotz seinem spürbaren Generationenkonflikt. Trotz einiger cheesy Drehbuchentscheidungen. Nein, nochmal, nicht trotz… sondern wohl eher gerade wegen! Noch immer ein zum Nachdenken anregender Schocker. Abgefuckt und ziemlich hoffnungslos. Abstoßend und anziehend. 

Twin Youth Peaks

Fazit: Noch immer schockierende Charakter-, Weltbild- und Jugendstudie… Kalt, heftig, fies. Und doch relativ glaubhaft?! Was das Ganze noch böser macht?! 

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