Es hätte die Pilotfolge für eine Serie werden können, doch nach diversen Verzögerungen und einigen nachgedrehten Szenen wurde daraus ein durchschnittlicher TV-Film, dem gewiss keine weiteren folgen werden.
Simon Templar (Adam Rayner) konnte soeben einen Coup in Moskau vereiteln, als er von Bankier Valecross (James Remar) kontaktiert wird, dessen Tochter entführt wurde, da er eine größere Summe unterschlagen hatte. Gemeinsam mit seiner rechten Hand Patricia (Eliza Dushku) versucht er das Geld aufzutreiben und die Entführte zu befreien, während ihm das FBI auf der Spur ist…
Regisseur Simon West („Expendables 2“) stand offensichtlich nicht allzu viel Geld zur Verfügung, weshalb die Action relativ zurückhaltend eingesetzt wird und keine erwähnenswerten Schauwerte hervorbringt. Hier mal ein passabel inszenierter Fight, dort eine kleine Verfolgung oder eine Schießerei, doch daraus gehen weder sonderlich harte Einlagen, noch markante Einzelmomente hervor. Etwas, dass dem kompletten Stoff fehlt.
Die Handlung wird zwar relativ flott vorgetragen, doch diverse Rückblicke in Simons Jugend nehmen stets ein wenig Drive heraus, während viele Abläufe vorhersehbar sind und kaum Überraschungen auszumachen sind. Die Bösen sind und bleiben böse, der Einsatz kleiner Helfer driftet zuweilen ins Hanebüchene ab und auch kommt es zu einigen Unzulänglichkeiten in Richtung Technik und Computertricks.
Darstellerisch tummeln sich ein paar bekannte Gesichter, wobei der Gastauftritt von Roger Moore, der über Jahre die Figur des Titelgebenden verkörperte kaum erwähnenswert ist. Ryner bringt zwar die erforderliche Gewitztheit und Coolness mit, im Zusammenspiel mit der immer noch verdammt attraktiven Dushku ist indes null Chemie zu spüren, worunter der Charme des Ganzen merklich leidet. Remar performt derweil auf Sparflamme, besser ist Thomas Kretschmann als Handlanger auch nicht, nur Ian Ogilvy vermag als arroganter Fiesling Akzente zu setzen.
Der Rest ist routiniert bis unscheinbar, wie etwa der Score, der unmotiviert im Hintergrund dudelt oder die doch recht vielfältigen Schauplätze, welche ebenso unmotiviert in Szene gesetzt werden. Bei alledem kommt zwar keine Langeweile auf und der Humor zündet ebenfalls ab und an, doch vom Witz und den Feinsinnigkeiten der 60er TV-Serie ist der Streifen sehr weit entfernt.
5,5 von 10