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Ein ehemals erfolgreicher Golfspieler, gespielt von Kevin Costner, verliebt sich in eine Psychologin, gespielt von Rene Russo, die bei ihm Golfstunden nimmt und dummerweise mit einem bekannten Golfprofi zusammen ist. Costner beschließt bei den US Open teilzunehmen, stößt aber bei seinen Gegnern nur auf Hohn und Spott.
(Im nächsten Absatz Spoiler)
Die Story ist stellenweise vorhersehbar und entspricht der eines durchschnittlichen Sport-Films. Wie bei jeder Komödie gibt es ein ständiges auf und ab, aber immerhin spart sich der Film ein "zu gutes" und damit berechenbares Ende, da Costner das Tunier im Finale verliert. Dass er und Russo zusammenkommen dürfte für den spitzfindigen Zuschauer ebenfalls keine Überraschung darstellen.
Der Anfang ist einigermaßen gelungen. Im Gegensatz zu billigen und kurzweiligen Komödien, nimmt der Film sich aber Zeit, den Haupt-Charakter vorzustellen, wobei er sich dabei leider einiger Klischees bedient und nicht besonders viel Tiefe bieten kann. Der Mittelteil ist größtenteils unterhaltsam, bietet einige äußerst lustige Stellen, aber leider auch einige Längen. Das Finale ist ordentlich und kann sogar durch ein paar Überaschungen Spannung aufbauen.
Der Humor besteht aus Situations-Komik und die meisten Lacher resultieren aus dem seltsamen und unberechenbaren Verhalten von Costner. Die Love-Story von Costner und Russo ist eine ordentliche Nebenhandlung, die ebenfalls für mehr Lacher sorgt und dem Zuschauer einen emotionaleren Einstieg in den Film ermöglicht. Leider läuft es am Ende auf die üblichen Klischees hinaus.
Die Kulisse, meistens Golfplätze, ist ordentlich und vermittelt dem Zuschauer das Gefühl, selbst anwesend zu sein. Die Filmmusik bleibt eher im Hintergrund und ist nicht besonders gut.
Der Film enthält einige Informationen über das Golfen und kann den Zuschauer durchaus für den Sport begeistern. Die Tuniere und Golf-Szenen sind realistisch, aber dennoch für jeden Nicht-Golfer leicht verständlich.
Kevin Costner, der in seiner Karriere des Öfteren wirklich schwache Leistungen ablieferte, spielt diesmal solide und wurde sogar für den Golden Globe nominiert, vor allem ist es ein seltener Anblick, einen lustigen und gut aufgelegten Kevin Costner zu sehen. Rene Russo spielt solide, ist zwar glaubwürdig, wirkt aber stellenweise ein wenig gelangweilt.
Zusammenfassend ist Tin Cup eine ordentliche Sport-Komödie, die über weite Strecken gut unterhalten kann, ein paar Überaschungen bietet, wenn sie auch gelegentlich ins Klischee verfällt und vor allem durch einen ordentlich spielenden und überaus lustigen Kevin Costner Lacher erzeugen kann.

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