Obwohl Kermit Bedenken hat überredet ihr neuer Manager Dominic Boesewicht (Ricky Gervais) die Muppets zu einer Europatournee. In Berlin schickt er Kermit auf einen beruhigenden Spaziergang in den „ehemaligen Osten der Stadt“, wo er von der Polizei verhaftet und in den Gulag verschleppt wird. An seine Stelle tritt Constantin, der gefährlichste Frosch der Welt…
Gleich im Eröffnungssong singen Kermit und Fozzie Bär von den Gesetzmäßigkeiten Hollywoods und dass ein Sequel nie so gut ist, wie das Original. Doch das sollte niemand beunruhigen, „Muppets Most Wanted“ ist genau so ein Spaß, wie „Die Muppets“ (2011), mit dem Regisseur James Bobin und Autor Nicholas Stoller nach 12-jähriger Kinoabstinenz und 2 schwachen TV-Specials Jim Hensons Kultpuppen unter dem Dach des Disney Konzerns wiederbelebt haben. Ihr Fortsetzung schließt direkt an das Finale von „Die Muppets“ an und führt die witzige Bande nach Berlin, Madrid, Dublin und London, nur der Frosch landet in Sibirien, wo er bald von Aufseherin Nadya (Tina Fey aus „Date Night“ 2010) verdonnert wird mit den Gefangenen ein Musical einzustudieren. Wie dann bekannte Gauner-Darsteller, wie Danny Trejo, Ray Liotta und Jemaine Clement mit heiligem Ernst eine Szene aus „A Chorus Line“ spielen, ist schlicht zum Brüllen. Doch eigentlich ist James Bobins Film eine Krimiparodie, schließlich will Kermits Doppelgänger, nur zu unterscheiden an einem schwarzen Muttermal, die Kronjuwelen klauen und nutzt eine vermeintlich erfolgreiche Muppet-Tournee nur als Deckmantel: „Fozzie, die haben die Zuschauer bezahlt und die Kritiker bestochen!“, „Oh, wieso sind wir nie darauf gekommen?“.
Wieder eine überdrehte story, die dem Werk Jim Hensons und Frank Oz’ gerecht wird, mit viel Wortwitz und Klamauk, einigen flotten Musicalnummern, reichlich Filmzitaten und jeder Menge Gaststars, wie Christoph Waltz, Salma Hayek, Til Schweiger, Tom Hiddleston, Usher und Céline Dion. Und echtes Puppenspiel, (fast) ohne CGI! (8,5/10)