Nach dem Sinken eines Atom-U-Boots wird die Besatzung einer Unterwasser-Bohrstation konsultiert und zusammen mit Spezialisten der Navy mit den Bergungsarbeiten betraut. Im U-Boot treffen sie jedoch auf geheimnisvolle Lebewesen mit übernatürlichen Fähigkeiten.
Die Story ist nicht schlecht und besteht aus mehreren Handlungssträngen. Die Bergung des U-Boots entpuppt sich als schwerer als Gedacht und am Ende droht eine Bombe zu explodieren, was Ed Harris natürlich heroisch unterbindet. Dann wäre da die Love-Story zwischen den Hauptdarstellern Ed Harris und Mary Elizabeth Mastrantonio, die überaus dramatisch aber vorhersehbar verläuft. Zuletzt wäre da noch die Begegnung des Teams mit den merkwürdigen Wesen. Die Wesen waren gekommen, um die Menschheit zu vernichten, überlegen es sich aber anders, da sie auch Liebe unter den Menschen, in diesem Fall zwischen Harris und Mastrantonio, sehen. Die drei Handlungsstränge sind gut miteinander verwoben, sind aber dennoch leicht verständlich.
Die Umsetzung ist ordentlich gelungen. Der Anfang schleppt sich zwar ein wenig dahin und man erhält erst einmal einen Überblick über die Charaktere, die natürlich wie bei jedem Sci-fi-Action-Film keine sonderlich große Tiefe haben, aber gut ihrem Zweck, dem Aufbau von Spannung, gut dienen. Der Mittelteil ist spannend und hat einige Wendungen, die die Spannung enorm steigern können. Als der Zuschauer gerade meint, dass der Film vorbei ist, geht es doch noch einmal weiter, da Harris erneut in die Tiefe muss, um die Bombe auszuschalten. Das Treffen auf die fremden Wesen ist sehr mysteriös und steigert so die gespannte und klaustrophobische Atmosphäre.
Die Filmmusik unterstreicht diese Atmosphäre und die Handlung gut. Die Kulisse ist meistens düster und beengent. Tiefe lässt der Film leider vermissen, die Love-Story ist dann doch zu vorhersehbar und zu klischeehaft, lässt den Zuschauer aber um so mehr mit den Personen mitfiebern. Die Begegnung von Harris mit den "Wesen" heuchelt zwar Tiefe, bringt aber auch nichts neues. Diese Oberflächlichkeiten lassen sich aber aufgrund der spannenden und mitreißenden Handlung leicht verzeihen.
Die Effekte sind Oscar-Prämiert und Meilenstein für den modernen Action-Film.
Ed Harris spielt sehr gut und beweist einmal mehr sein großes Talent, zumal er sich in der Rolle des Halden eigentlich immer sehr wohl fühlt. Mary Elizabeth Mastrantonio ist ebenfalls sehr gut.
James Cameron ist es mit diesem Film nach Terminator 1+2 und Aliens -die Rückher einmal mehr gelungen ein neues Action-Meisterwerk zu schaffen.
Zusammenfassend ist Abyss ein spannender Sci-fi-Streifen mit guten Darstellern, hervorragenden Effekten, einer gespannten Atmosphäre und einer etwas flachen und vorhersehbaren Story.