Bei "Wasabi - Ein Bulle in Japan" hatte ich das Gefühl, dass der Film selbst nicht so genau weiß, was er denn nun sein möchte. Das soll allerdings nicht heißen, dass es sich hier um einen schlechten Film handeln würde, im Prinzip wird dem Zuschauer von fast allem etwas geboten, nur leider zu wenig. Da gibt es hier und da ein paar Actionszenen, welche recht nett umgesetzt wurden. Der Trailer sieht diesbezüglich zwar recht vielversprechend aus, zeigt aber schon beinahe alle Actionszenen. Actionfilmfreunden dürfte dies sicher nicht ausreichen.
Außerdem gibts noch eine kurze Liebes- und eine sich aufbauende Vater - Tochter - Beziehung. Diese dienen jedoch nur der Rahmenhandlung und dürften Romantikfans ebenfalls nicht besonders glücklich stimmen. Tja und auch beim Humor hat man ziemlich gespart. Es gibt zwar ein paar recht amüsante Szenen (der Humor kommt hier recht trocken herüber), aber einige Sequenzen sind einfach nur kurios. So zum Beispiel die Eingangssequenz mit den Transvestiten. Komödienfreunde haben also auch nicht besonders viel zu lachen, für ein Schmunzeln reichts aber immerhin.
Insgesamt ist das Drehbuch recht flach und bietet kaum Überraschungen. Die Darsteller machen ihre Sache dafür recht ordentlich. Auf Grund der Mischung ist der Film aber trotzdem noch zu empfehlen, Langeweile kommt eigentlich nicht auf. Es hätte halt nur von allem oder wenigstens einem Genre etwas mehr sein dürfen, damit man sich den Streifen auch gerne mehrmals ansieht.
noch 6 Punkte