WASABI
Was täten wir alle ohne die Franzosen, die selten, aber doch immer wieder beweisen, wie gut doch auch diverse abgenutzte Genres funktionieren können. Wann in Amerika die letzte auch nur annehmbare Actionkomödie produziert wurde, lässt sich wohl bis in die frühen Neunziger zurückverfolgen. Dort bekommt man den immer gleichen, mit rassistischem Beigeschmack vermengten Mix von Schwarz-weiß, Japaner in NY oder am Schlimmsten: Cooler Cop und Model, das alles besser kann. Auch muss man vorwerfen, dass die Filme dort sehr verkrampft rüberkommen. Anders diese französische Produktion: lockerer geht es nicht, da scheint gerade jemand von der Filmhochschule gekommen zu sein und sich gesagt zu haben: lassen wir es mal krachen. Zwischen Comic und Komik schwankt wird keine Zeit zum Luftholen zu lassen. Zwar wird auch die östliche Metropole wieder etwas stereotyp dargestellt, besonders was die Jugend dort angeht, aber Reno und Muller sind das beste Team seit langem. Wer glaubte, Reno und Clavier seien zum Brüllen, der hat Muller noch nicht beim Wasabi-Essen zugesehen. Ich fand es einfach urkomisch.
Punkt.