Der US Feuerwehrmann Moinker will sich auf der kleinen Karibikinsel St. Nicholas zur Ruhe setzen . Um der Britin Phillipa zu imponieren , entschließt er sich allerdings nach einem halben Jahr des Müßiggangs , gemeinsam mit seinem Freund Ernest , aus dessen Kneipe am Strand ein Club-Hotel für amerikanische Touristen zu machen . Doch mit den Gästen kommen auch die Probleme - von zu schwachen Duschen bis zu Besucherinnen , die gegen das FKK Verbot auf der Insel verstoßen . Als bald auch noch der einheimische Regierungschef der Insel versucht den Club aufzukaufen um auf der gesamten Insel ein riesiges Touristenzentrum mit Betonbunkern bauen zu können , stehen die Zeichen auf Revolution ...
Sonne , Reggae , Revolution .
Wären da nicht die amerikanischen Schauspieler und das Flair des zerfallenden , britischen Empires , könnte man " Club Paradise " fast für eine deutsche 1970er / 1980er Urlaubskomödie halten . Da gibt es die üblichen Klischees , die man eben bei Urlaubskomödien oder auch auf dem Traumschiff erwarten kann . Das Ehepaar bei dem die Frau aus ihrer langweiligen Beziehung ausbrechen will , zwei Junggesellen die unbedingt ein paar Frauen aufreißen wollen und eine Reporterin die vielleicht eine schlechte Kritik über das Hotel schreiben könnte . Das alles ist nun nicht mehr gerade originell , war aber zum Zeitpunkt des Drehs ( wahrscheinlich ) noch nicht so abgenudelt , wie es heute ist . Und zum Glück hat man es hier nicht mit Karl Dall & Gottlieb Wendehals als Möchtegern - Frauenhelden zu tun , sondern mit Rick Moranis & Eugene Levy ( übrigens kein schöner Anblick in der Badehose ) und steht damit doch schon ein ganzes Stück über Machwerken wie " Sunshine Reggae auf Ibiza " . Auch die übrigen Rollen sind mit Robin Williams , Twiggy und Peter O´Toole deutlich besser besetzt und besonders letzterer glänzt als gelangweilter Gouverneur seiner Majestät , macht sich aber recht rar .
Eine durchgängige Geschichte sollte man dabei besser nicht erwarten . Vielmehr besteht die Geschichte aus einzelnen Szenen wie dem Versuch von Barry & Barry ( Moranis & Levy ) sich Marihuana zu besorgen um damit Frauen zu beeindrucken , einen Ausflug an einen Nacktbadestrand bei dem natürlich sofort die Klamotten der Beteiligten verschwinden oder einen unfreiwilligen Trip aufs offene Meer mit einem Surfbrett . Da kann man sich des Eindrucks nicht erwehren , dass die Revolution , die in den letzten 20 Minuten stattfindet , eingefügt wurde , um den Film irgendwie zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen . Da ist man von Drehbuchautor & Regisseur Harold Ramis ( Und täglich grüßt das Murmeltier , Ghostbusters ) doch besseres gewohnt .
Fazit : Durchschnittliche 1980er Jahre Komödie mit toller Besetzung und Kulisse , die zwar Lust auf Urlaub im Paradies macht , aber nicht unbedingt darauf sich den Film mehrfach anzusehen . Wer eine Affinität zu Filmen dieser Ära hat , macht nichts falsch mal reinzusehen , aber wenn ich mal wieder Lust auf eine Komödie in der Karibik habe , greife ich dann doch wieder zu " Wasser - Der Film " mit Michael Caine ...