Peter Winter, ein schizophrener Mann, wird aus einer Heilanstalt entlassen. Er begibt sich auf die Suche nach seiner Tochter. Immer wieder wird er von Halluzinationen heimgesucht. Als die Leiche eines Kindes gefunden wird, ist Detektiv McNally davon überzeugt, dass Peter der Täter ist...
Nur schon die ersten ca. 10 Filmminuten von CLEAN, SHAVEN sind ein phantastisches Erlebnis. In dieser Zeit hört man keinen einzigen Dialog. Dafür einige wirre Soundeffekte und Fragmente von Stimmen aus dem Radio oder einer Funkverbindung.
Auch sonst erzeugt der Film eine ganz "spezielle" Atmosphäre, die nur ganz wenige andere Filme in einer vergleichbaren Art bieten. Viel dazu bei trägt auf jeden Fall auch der sehr gelungene – bewusst zurückhaltende – Score.
Für die Hauptrolle hätte man kaum einen geeigneteren Schauspieler als Peter Greene finden können. Enorm eindrücklich, wie er den verwirrten Peter Winter verkörpert. Wenn er beispielsweise versucht, seinen Körper unter der Dusche mit Hilfe von Stahlwolle "reinzuwaschen"... Puh...
Viel Blut und Gore benötigt der Film gar nicht, um dennoch ständig beklemmend und recht krass zu wirken. In einer Szene werden jedoch die meisten Zuschauer bestimmt rasch ihre Augen schliessen: Ein Fingernagel spielt darin die Hauptrolle...
CLEAN, SHAVEN gehört zu den – leider viel zu wenigen – Filmen, die einfach vollkommen "anders" als die gängigen Mainstream-Genrebeiträge sind. Aber nicht nur aus diesem Grund vergebe ich gerne ganze 10 Punkte.
Ja, wenn ich einen Kritikpunkt auflisten müsste, könnte dies nur die leider relativ kurze Laufzeit des Films sein...