So langsam müssten alle tierischen Mutationen durch sein, da seit geraumer Zeit selbige auch mal gegeneinander antreten. Der hier wütende Koloss sieht zwar aus wie ein durchschnittlicher Tyrannosaurus Rex, da er jedoch überwiegend im Wasser tätig ist und der Gott des Meeres ohnehin mal wieder Erwähnung finden sollte, ergibt sich die hanebüchene Kreuzung eines P-Rex.
Jackson (Brian Krause) sollte für ein paar Gangster einen Maya-Goldschatz beim Tauchen bergen, doch bei einer Explosion gelangt ein ausgestorben geglaubtes Urvieh frei, welches sich nun über die Touristen einer Karibikinsel hermacht. Jackson und eine Meeresbiologin versuchen den Killer aufzuhalten...
Ja, die Meeresbiologin. Silikonhupen sind bei gehobenem Bildungsstand ja nicht grundlegend ausgeschlossen, doch wenn diese letztlich in einem unvorteilhaften Bikini zur Schau gestellt werden, gerät so eine Figur (im Sinne ihres Berufes) rasch unglaubwürdig. Da nimmt man dem Krause schon eher das Raubein ab, obgleich er im Verlauf einige spezielle Fähigkeiten entwickelt, welche gleich mehrere Berufe voraussetzen.
Und dann gibt es ja noch die Bedrohung, welche besonders im Mittelteil sprichwörtlich zu selten auftaucht. Anfangs schwimmt das Vieh noch halbwegs elegant und einer Wasserschlange gleich durchs Wasser, im letzten Drittel bewegt es sich nur noch an Land und könnte auch einer schwachen Kopie von "Jurassic Park" entsprungen sein. Das Vieh ist noch halbwegs passabel animiert und sieht zumindest besser aus als das Mündungsfeuer per Computer. Blutige Szenen gehen mit dem Koloss allerdings nicht einher, denn mit einem Happs sind sie im Mund und weg.
Aufheiterungen oder gar lustig gemeinte Szenen sind eigentlich nicht auszumachen, doch die Szene mit einem Dino-Baby, welches Silikon-Biologin aus einem Dino-Ei prokelt, zählt zweifelsohne zum einsamen Höhepunkt des ansonsten zwar einigermaßen flotten, jedoch merklich uninspirierten Treibens. So schaut die Küstenwache vorbei und weil man in Belize ist, kooperieren auch alle miteinander, Rastamänner sind grundlegend kriminell und tragen Schmuck in Regenbogenfarben, ein altes Funkgerät funktioniert noch und am Ende erfolgt das Bild, mit dem jeder halbwegs erfahrene Genrefreund rechnen konnte.
Spannende Szenen ergeben sich nicht allzu häufig und auch das Flair der Insel verpufft relativ schnell. Einige Klischees, eine überaus simpel gehaltene Geschichte und eine Handvoll unfreiwillig komischer Momente bleiben, doch allenfalls eingefleischte Tierhorrorfreunde und Trashfans dürften bei dem Streifen auf ihre Kosten kommen.
4,5 von 10