Review

Kurzgeschichten an Halloween, - das passt schon recht gut zusammen, denn wenn eine Gruppe Gleichgesinnter im Rahmen einer Party beisammen ist, dürfte eventuell für jeden Geschmack etwas dabei sein, zumal grimmige Clowns eigentlich immer ziehen. So ganz
kann Regieneuling Damien Leone seine drei Episoden jedoch nicht miteinander verknüpfen, so dass im Endeffekt ein leicht ambivalenter Eindruck hinterlassen wird.

Die Rahmenhandlung beschäftigt sich mit Babysitterin Sarah, welche auf die zehnjährigen Geschwister Timmy und Tia aufpasst. An Halloween wurde ihnen ein VHS-Tape untergejubelt, welches nun unbedingt gesichtet werden soll. Nach dem ersten Kurzfilm schickt Sarah die beiden ins Bett, danach verfolgt sie die nächsten Geschichten, bis im Haus merkwürdige Geräusche auftreten...

Einigen bekannten Vorbildern begegnet der Filmfreund auf den ersten Blick, da die Rahmenhandlung frappierend an "Halloween" erinnert und der Clown unweigerlich an "Es", während ansonsten eine merkwürdig nostalgische Stimmung aufkommt, welche primär von dem schlichten, jedoch gut arrangierten Score getragen wird.
Die erste Episode spielt hauptsächlich in düsteren Tunnelgängen, um zuletzt mit einem grausigen Ritual abzuschließen, wobei der Clown nur eine sekundäre Funktion einnimmt.

Die zweite Episode liefert zwar ebenfalls ein stimmiges Ambiente, nur die Bedrohung in Form eines insektenartigen Aliens funktioniert gar nicht und dürfte allenfalls bei Trashfans ein Schmunzeln auslösen. Die finale Erzählung bindet den grimmigen, jedoch ansonsten komplett stummen Clown wieder deutlicher mit ein und liefert recht spannend aufgebauten Terror der schlichten Art, der mit Enthauptung und tiefen Fleischwunden auch ein wenig Splatter einbindet. Zuletzt verknüpfen sich Realität mit Bestandteilen der VHS und auch das Ende folgt dem leicht surreal anmutenden Unterton des kompletten Unterfangens.

Performt wird die Chose eher unauffällig, einige Masken fallen maximal zweckdienlich aus und riechen zu sehr nach Kostümverleih, die handgemachten Gewalteinlagen überzeugen da schon eher, während insgesamt die Atmosphäre am positivsten wirkt, welche die Einsamkeit der jeweiligen Protagonisten hervorragend transportiert.
Weniger ein Partyfilm fürs Kollektiv, sondern eher ein Absacker, den man möglichst im Dunkeln anschauen sollte.
6 von 10

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