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In Bethmann Frühwerk sind Ansätze eines Bemühens um Atmosphäre erkennbar (manche Szenen spielen nachts, Kamerafahrt von Tanz der Teufel inspiriert). Letztlich ist es aber eine Ansammlung unnötiger sowie qualvoll in die Länge gezogener Szenen: Bethmann brät minutenlang ein Spiegelei, fährt minutenlang mit dem Auto rum, Frau macht sich Minuten lang bettfertig (keine Nacktszene), Leute laufen minutenlang durch den Wald etc. Dieser Leerlauf bremst die magere Handlung und sorgt für einen Mangel an geistiger Stimulation. Worum geht’s? Ein wegen Hexerei hingerichteter Graf erwacht Jahrhunderte später zu Leben und killt als Zombie wahllos Leute im Wald. Die wenigen Kills finden größtenteils im Off statt, ein wenig Kunstblut fließt, aber nichts mit Splatter: Herausgerissenes Herz, abgeschlagene Hand, ein Gehengter. Frei von Dramaturgie zieht sich dieses Machwerk in gnadenlos monotoner Belanglosigkeit dahin.

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