Als die beiden Kickboxer-Kumpels Nick (Michael Bernardo) und Ruben (William Zabka) von einem Wettkampf in Mexiko Wind bekommen, bei dem eine Siegessumme von mehreren Hunderttausend Dollar winkt, werden sie neugierig. Trotz der Abraten ihres Lehrmeisters Shingo (Bolo Yeung) melden sich die Hitzköpfe für das Turnier an, ohne zu wissen, dass die Kämpfe nur einer lebend verlassen darf...
SHOOTFIGHTER ist, wie die meisten Martial-Arts-Klopper Ende der 80er-Anfang der 90er, ein mittelprächtiger Abklatsch des Kassenschlagers BLOODSPORT. Nicht sonderlich intelligent, spannend oder innovativ. Dennoch hat der Streifen seine Vorzüge, wie allein schon am Cast ersichtlich. In einer Nebenrolle Bolo Yeung (BLOODSPORT, GEBALLTE LADUNG), hier tatsächlich mal als der Gute unterwegs. Er redet nicht viel und kann blind Körbe werfen. Daneben William Zabka und, in der Rolle des bösen Death-Match-Veranstalters Mr. Lee, Martin Cove. Beide kennt man als Schurken aus KARATE KID. Gerald Okamura (BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA, HOT SHOTS 2) ist mal wieder als Ringrichter mit von der Partie.
Die Action zeichnet sich nicht durch filigrane Choreografie. Ganz im Gegenteil. Hier wird drauf gedroschen, als gäb's was umsonst. Aufgeplusterte Bodybuilder und Wrestler mit abgespacten Sonnenbrillen schlagen sich die Schädel ein. Dazu Barschlägereien und schöne Zeitlupe, wenn eine Faust blutig auf eine Fresse prallt. Den feinen Unterschied macht SHOOTFIGHTER in der Qualität seiner Gewaltdarstellungen. Bereits in den ersten Minuten wird uns ein fieser Kehlkopf-Kill á la RAMBO 4 geboten. Unter Missachtung sämtlicher anatomischer Regeln wird ein Herz heraus gerissen. Der Härtegrad ist hoch und wird in diesem Genre im Grunde nur von comichaft übersteuerten Vertretern wie FIST OF THE NORTH STAR und STORY OF RICKY übertroffen.
Action / Gewalt: (+)(+)(+)(+)(-)
Story / Spannung: (+)(+)(-)(-)(-)
Hirn / Logik / Anspruch: (-)(-)(-)(-)(-)
"Bei Shootfighting, wie in der Natur, überlebt immer nur der Stärkere."
Fazit:
Brachialer Prügler im MORTAL KOMBAT-Modus. Ziemlich hohl, dafür brutal.