Review

Nach unzähligen Exkursen in die Weltgeschichte greift "The Asylum" nun den Hunnenkönig Attila an/auf, um ihn als mumifizierten Krieger auf einige Dumpfbackensoldaten loszulassen.
Der Trash-Faktor schnellt dabei binnen weniger Minuten in die Höhe, denn wenn ein Krieger der Hunnen Sumatra Sulawesi heißen soll, dürfte sich ein entsprechender Germane auch Pellworm Baltrum nennen.

Ein Team um Captain Vito soll ein ominöses Relikt bergen, welches sich in einer Kiste befindet. In jener Kiste kommt der dritte Teil des sagenumwobenen Stabes von Moses zum Vorschein, jedoch auch die sterblichen Überreste eines kriegerischen Nomaden. Kaum hat der kommandogebende General den Stab an sich gerissen, mutiert der Nomade zu einer kämpfenden Mumie, die alles plättet, was sich ihm in den Weg stellt...

Auch das Erscheinungsbild des Generals ist ein Fall für sich, denn der könnte ebenso gut Gefreiter sein, da er zwar Schulterklappen, jedoch keinerlei Rangabzeichen trägt. Dass dieser ältere Knabe mit seinen stets leicht baumelnden Armen und den verkniffenen Lippen einen zwielichtigen Plan verfolgt, leuchtet genauso ein, wie die Geheimniskrämerei eines Professors, der in seinem Erscheinungsbild jedoch eher einem orientalischen Teppichhändler gleicht.
Der vermeintliche Held hat allerdings einen weg, denn der sieht regelmäßig soeben Verstorbene, was mit der Handlung eigentlich nichts zu tun hat und bis zum Schluss auch keine Erklärung findet.

Erklärungen finden sich indes innerhalb der Exposition, in der anbei ein paar comichafte Blut-CGI in die Landschaft geknallt werden. Dem Stab des Moses wird nämlich eine dunkle Macht nachgesagt, weshalb dieser auch eher aussieht wie der Stab von Asmodina. Zu Lebzeiten Attilas wurde dieser in drei Teile geteilt und über die Kontinente verstreut, - zusammengesetzt werden ihm jedoch übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt und da dämmert bereits etwas in Richtung unseres hageren Generals.

Das Mumienmonster mit Kapuze und tiefem Grollen teilt indes ordentlich aus, obgleich sämtliche Soldaten auf den Untoten ballern und dieser gegenüber Kugeln jeder Art resistent ist, wonach natürlich erst recht geballert wird. Mehr als ein Messer im Hals, abgezogene Haut, ein paar Fleischwunden und eine tiefe Schnittwunde sollten Splatterfans jedoch nicht erwarten, denn der Fokus liegt auf einiger Action und einem flotten Erzähltempo, was der schlichten Erzählung durchaus nicht schadet. Ein asiatischer Soldat ist natürlich für einige Akrobatik zuständig, einige Poser werden besonders schnell geplättet, ein Granatwerfer findet auch Verwendung und am Ende kommt noch eine alienartige Maske ins Spiel, welche Trashfreunde noch einmal in die jauchzenden Gefilde unfreiwilliger Komik führen dürfte.

Darstellerisch ist natürlich nicht viel zu erwarten, doch handwerklich ist wenig auszusetzen, die Maske des Unholdes geht okay und auch der Score treibt einigermaßen an. Lediglich die Kulisse eines einsamen Militärgeländes am angrenzenden Wald schafft dabei nicht allzu viel Abwechslung und auch das Interieur der geheimen Basis kommt maximal zweckdienlich rüber.
Alles in allem also ein anspruchsloser Actioner im C-Bereich, der als lockere Berieselung für Trashfreunde geeignet ist, - ein Feuerwerk kreativer Coolness ist bei "The Asylum" ja ohnehin nicht zu erwarten...
Knapp
5 von 10

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