Review

SHOOTFIGHTER 2

Drei Jahre nach dem Blutbad in Mexiko erstrahlt SHOOTFIGHTER 2 in ganz neuem Glanz - außer den drei Hauptdarstellern ist eigentlich nicht viel vom ersten Teil übrig geblieben…

Es häufen sich Anzeichen dafür, dass in Miami ein neuer Shootfighting-Ring eröffnet wurde. Immer wieder werden tote Kampfsportler mit abgeschnittenen Händen und ausgeschlagenen Zähnen gefunden - Identifikation unmöglich! Als es jedoch den Sohn von Polizist Lew (Chase Randolph) erwischt, nimmt dieser die Ermittlungen persönlich in die Hand.

Über den Shootfighting-Insider Eddy (Jorge Gil) nimmt er Kontakt zu Shingo (Bolo Yeung), Ruben (William Zabka) und Nick (Michael Bernardo) auf - jene Fighter, die schon am ersten Shootfighting-Turnier teilgenommen haben. Sie sollen sich in Miami für das neue Turnier anwerben lassen und die Polizei über den geheimen Austragungsort in Kenntnis setzen.

Als Verstärkung wird noch der Fighter Shark (Brett Clark) ins Boot geholt und nach einer Präsentation ihres Könnens werden die Jungs tatsächlich von Promoter Lance (Joe Son) zum geheimen Turnier eingeladen. Dumm nur, dass es sich bei Lance um Shingos eigenen Bruder handelt. Als Eddy dann auch noch die Seiten wechselt, ist die Polizei schnell ausgetrickst und schon müssen die Jungs auf eigene Faust im Todesring um ihr Leben kämpfen…

Hatte sich SF fast blind darauf verlassen, allein durch blutige Fatalities sein Publikum zu finden, so musste man sich für SF2 etwas Neues einfallen lassen! Die Darsteller und der Drehort Miami wirken schon Mal weit weniger „billig“ und „gammelig“! Auch die Story mit Undercover-Ermittlungen, Eddies geheimen Wetten und Lance’ illegalen Machenschaften lässt das Warten auf das finale Shootfighting-Turnier ein wenig kurzweiliger erscheinen!

Die Kampfszenen, welche diesmal unter Mithilfe von John Salvitti entstanden, sehen deutlich besser choreographiert aus und zeigen auch mal interessante Kameraperspektiven, ordentliche Zeitlupen und schnell geschnittene Schlagkombinationen! Hierbei wurde auf die detaillierten Fatalities des Erstlings weitgehend verzichtet - es werden zwar Gegner getötet (hauptsächlich erstochen), doch Blutfontänen und offene Wunden werden nicht zelebriert!

Leider hat auch SF2 das Problem, dass der Film beim eigentlichen Höhepunkt - dem Finale - versagt! Statt ausgiebige Kämpfe und interessante Paarungen zuzulassen, mischt sich Veranstalter Lance immer wieder ins Geschehen ein und stellt mit Ruben, Nick und Shark ständig Fighter in den Ring, die so zögerlich und zurückhaltend kämpfen, dass sich die Gegner meist aus eigener Blödheit selbst umlegen (bevor sie an Langeweile sterben…)!

Am Ende schlägt der Film dann noch eine Brücke zum ersten Teil: Begann SF mit einem Kampf zwischen Bolo Yeung und Joe Son, so endet SF2 mit genau dieser Paarung (wobei Joe in diesem Fall der Bruder von Bolo ist und nicht nur ein namenloser Kämpfer)! Der Kampf ist dann auch der längste und beste des Films! Bolo und Joe hauen ordentlich drauf und benutzen sogar Fackeln und Stacheldraht als Waffen, bevor sich auch Joe blöderweise selbst umlegt!

Der Soundtrack des Films wurde komplett ausgetauscht! Er gefällt mir mindestens genauso gut, wie der des Vorgängers; könnte aber trotzdem ein wenig öfter zu hören sein! Da mir SF2 insgesamt ein wenig besser gefällt, als der Vorgänger, sehe ich auch keinen Grund, sich die DVD nicht in die Sammlung zu stellen - direkt neben die sowieso vorhandene SF-DVD! ;)

6/10 Punkten, diBu!

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