Die Chinesen können es also doch noch: Episch anmutende Martial Arts in Szene zu setzen und dabei trotzdem noch soviel Trash beimengen, dass es zwischen den Kämpfen nicht gänzlich langweilig wird. Etwas mehr Personality hätte dem Werk im Endeffekt jedoch gut getan, denn markante Schauwerte bleiben letztlich kaum hängen.
Um 1930 kämpft das japanische Militär mithilfe des Zirkels des Hades gegen die Chinesen und verschleppt Kinder, um aus diesen knallharte Kämpfer zu machen. K-29 (Xing Yu) verlor im Hades einst seinen Bruder, wurde Shaolin-Mönch, um nun zurückzukehren und gegen die Schergen des Hades anzutreten...
Die ausgefuchste Kamera und die fast schon aalglatte Farbkomposition macht bereits zum Einstieg deutlich, dass hier sehr viel auf die Optik abzielt, was sich mit zunehmender Laufzeit bewahrheiten soll. Storytechnisch wird nämlich schlichte Schwarzweißmalerei betrieben, es gibt lediglich Gut gegen Böse, was von Beginn an festgelegt ist und besonders in der ersten halben Stunde mit etwas zu viel Geschwafel ausgeschmückt wird. Die ersten Actioneinlagen können demgegenüber nicht überzeugen, denn es gibt zunächst nur Fragmente und Trainingseinheiten, was sich im Verlauf jedoch ändert.
Besonders die beiden Kämpfe gegen einen Koloss und einen gewissen "Crazy Monkey" haben es in sich, denn unser Held tritt jeweils gegen eine scheinbare Übermacht an, muss sich im Klettern messen, viele harte Schläge einstecken, verwundbare Stellen finden und anbei das Schicksal der entführten Kinder im Hinterkopf behalten, denn schließlich ist auch sein jüngerer Bruder unter ihnen.
Eine eventuelle Liebschaft wird von vornherein ausgeklammert, politische Hintergründe auch und nur einige stocksteife Dialoge kaum talentierter Mimen sorgen für unfreiwillige Komik, wobei einige Darsteller extreme Gesichtsverrenkungen durchziehen, um das Böse zu untermauern. Leider fehlt es Xing Yu ein wenig an Charisma, um den Helden wirklich glanzvoll zu verkörpern, doch darstellerisch geht seine Performance in Ordnung, rein akrobatisch ist der Mann ohnehin stets auf der Höhe des Geschehens.
Und dies ist auch die durchweg gut positionierte Kamera nebst der sorgfältigen Choreographie, denn im Zusammenhang mit einem treffsicheren Score entwickelt sich daraus eine Dynamik, die das ansonsten wenig einfallsreiche Treiben unterhaltsam und kurzweilig gestaltet. Besonders der Endkampf entfaltet eine gewisse Wucht mit Regen, einigen stilvollen Zeitlupen und so manch artistischer Einlage, während der Aufstand zu einer netten Massenprügelei am Rande mutiert.
Genrefans erhalten demnach ordentlich inszenierte Action, jedoch schwache Figuren und eine allenfalls hauchdünne Geschichte, die trotz sorgfältiger Inszenierung einen deutlich besseren Eindruck verhindern.
6,5 von 10