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Seine Frau und sein kleiner Sohn Johnny kennen ihn als liebevollen Familienvater, doch auf der anderen Seite ist Kung Wei ein Undercover Agent, der eines Tages seine Familie zurück lassen muss, ohne ihnen einen Grund zu nennen. Er muss nach Hongkong, um eine Bande der Triaden zu verhaften, in die er sich erst einmal integrieren muss, um seine Operation durchführen zu können. Als seine Mutter stirbt, geht Johnny gemeinsam mit einer HK-Polizistin, die hinter Kung Wei her ist ebenfalls nach Hongkong, um seinen Vater zu suchen, und ihm beim Kampf gegen die "Bad Eggs" zur Seite zu stehen.

Bei manchen Filmen ist mir einfach nicht klar welches Publikum er ansprechen möchte. JL is The H ist auch so ein Kandidat, teilweise brutal deftig (der Kleene wird allein zweimal zur Bewußtlosigkeit gewürgt), teils kitschig hart an der Grenze und auch darüber hinaus (kranke Ehefrau, vertrauensseliger Goof). So werden eigentlich weder Kampfkunstfans noch Anhänger von Familiendramen gescheit bedient, denn zwischen diesen beiden Polen pendelt die Story hin und her.
Beide Handlungsstränge an sich sind dabei sogar für sich brauchbar und sogar meine Vorurteile gegenüber Kinderdarstellern konnte ich überwinden (der 10-jährige hat für sein Alter wirklich erstaunliche Techniken drauf), aber als Kombination wirkt das ganze alles andere als glücklich.
Logischerweise hält sich die Action etwas zurück, es gibt zwei große Action Passagen, bei einer Sprengstoffdeal-Aktion in einem gläsernen Kaufhaus und im Showdown auf dem Gangsterschiff, zwischendurch kleinere Reibereien, aber eben oft auch melodramatisches Zeugs, was in einem vordergründlichen Martial Artsler übertrieben wirkt.
Die Kämpfer haben durchwegs gute Moves drauf. Auch Anita Hui als Cop (und natürlich Love Interest, die Beziehung wird am Ende noch mit aller Gewalt ins Drehbuch geschrieben) und die Bad Guys sind gute Fighter. Über Jet Li muß man nicht viel sagen, der Typ springt sogar ohne festhalten in ein hinteres Autoseitenfenster, wow, und haut auf der Flucht auch schon mal Polizeihunde KO.
Etwas mehr Bumms und weniger heul hätten den Streifen zu einem wirklich tollen Action Kampffilm gemacht, zumal man hierfür wirklich kompetente Leute dabei hatte. Auch wenn ich mich wiederhole, als Mischung nicht wirklich kompatibler Genres nicht gänzlich gelungen.
6/10

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