Review

Neben „Zeder„ ist „La Casa dalle Finestre che ridono“ der Vorzeigefilm von Pupi Avati. Auch hier wird man nicht enttäuscht.


Der Restaurator Stefano kommt in ein kleines italienisches Dorf, um dort eine alte Freske eines Heiligenbildes des Malers Legani zu restaurieren.
Doch schon bevor Stefano mit der Arbeit beginnen kann, erhält er schon einen Drohanruf, dass er doch die Arbeit an der Freske sein lassen soll und am besten verschwinde.
Dies interessiert Stefano aber wenig und beginnt mit der Arbeit an der Freske unter der Aufsicht des Dorfpriesters. In dem Dorf trifft er einen alten Freund, der ihm eine Geschichte erzählen will, in der es um das u.a. um das Dorf geht. Doch soweit kommt es gar nicht, da Stefano direkt miterlebt, wie sein Kollege von einem Fremden aus dem Fenster gestoßen wird. Für die hiesige Polizei ist dies aber kein Mord, sondern eher ein Suizid.
Stefano wird das Dorf langsam merkwürdig, da auch plötzlich sein Zimmer vergeben wird, an jemanden, der scheinbar gar nicht da ist.
Daraufhin zieht er in eine Villa, die ihm der etwas minderbemittelte Gehilfe des Priesters zur Verfügung stellt. In dieser Villa liegt eine bettlägerige Frau, die sich aber über Stefanos Besuche freut.
Auch an der Arbeit mit der Freske macht er Fortschritte und erkennt, wie zwei Frauen scheinbar den Heiligen foltern und töten. Stefano macht sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung um den Maler Legani und seine Bilder.


Auch Pupi Avatis „Las casa dalle...“ ist ein weiteres Highlight in der Geschichte des italienischen Horrorfilms. Wie schon in Zeder baut Pupi Avati die Geschichte recht langsam auf uns steigert sie in ein großes Finale, was ich vielleicht schon als Grotesk bezeichnen darf. Man erwartet ja viel aber Avati setzt mit dem Finale noch eins drauf.

Auch sonst wirkt „La Casa dalle...“ ziemlich unheimlich, je weiter der Film voranschreitet. Findet man sich anfangs noch in einem schönen kleinen Dorf wieder, so erlebt man, je länger der Film läuft, doch eine Wandlung inklusive der Bewohner. .
Auch die Schauspieler überzeugen, wobei die Figur des Stefano schon an die Figur des Stefano, ja genau, selber Name, aus Zeder erinnert.

Auch hier muss gesagt werden, dass „La cass dalle...“ keiner der berühmten Splatterfilme aus Italien ist. Der Horror spielt sich nur im Kopf des Zuschauers ab und halt im vorzüglichen Finale, dort aber dann richtig. Daher gilt hier auch das gleiche wie für „Zeder“. Wer „Zeder“ nicht mochte, wird auch „La casa dalle...“ nicht mögen und umgekehrt.

Hinzu kommen ein paar wunderbare Kameraeinstellungen, besonders wenn Stefano das erste mal zur Villa kommt. Die Kamera durchdringt die Gräser und Pflanzen und gibt dann das Haus in voller Pracht wieder. Hinzu kommen natürlich die gewohnten Einstellungen, dass natürlich irgendwas mit dem Haus nicht stimmt, dies besagt ja schon der Titel, den man frei als das Haus mit den lachenden Fensters übersetzten kann.

Wiedermal kann ich die DVD aus Italien empfehlen, die ebenfalls wie schon „Zeder“ neu restauriert wurde. „La casa dalle...“ sieht dank der Restauration extrem gut aus. Auch der italienische Originalton überzeugt. Eine andere Sprachfassung als die italienische ist nicht vorhanden.


Fazit: Ein weiterer stimmiger Gruselfilm von Pupi Avati. Auch hier dauert es lange, bis der Zuschauer erkennt, was überhaupt los ist mit dem Dorf. Aber Avati führt einen langsam aber sicher zum Horror. Für Freunde des gepflegten Horrorfilms ein Muss. Leute, die Blut und Action wollen, sind hier falsch, denn so sind Avatis Filme auf keinen Fall aufgebaut.

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