Review

Vamos a la Splatter


Ist das der saftigste JGA aller Zeiten?! Im dritten Teil der „Cabin Fever“-Saga bricht der fleischfressende Virus auf einer Karibikinsel aus, wo gerade ein Junggesellenabschied stattfinden sollte. Anstatt Spaß und nackter Haut gibt es nun also rote Sauce und abfallende Haut, denn dort scheint sich in einem unterirdischen, abgeschotteten Laborbunker auch der Patient Null, also vielleicht der Grund für die Krankheit, aufzuhalten, was Hoffnung auf Heilung geben könnte...

„Cabin Fever 3“ sieht von der originalen, kaum zusammenhängenden Trilogie wohl an hochwertigsten aus. Das muss man ihm zu gute halten. Und er bietet einen famosen Bitchfight zweier zerlaufender, modernder Barbies, der vielleicht sogar alles im kompletten Franchise übertrifft. Und dennoch ist dieser virale Inselterror für mich der schwächste Teil der drei. Sogar recht deutlich. Trotz ein paar netter Szenen im letzten Drittel, klasse Effekten (Mix aus handgemacht und Computer) und dem exotischen Setting, den hübschen Ladies und manch einem (erwartbaren) Pfui-Moment. Warum gefällt mir dieses sonnige Kapitel dennoch nicht annähernd durchgängig? Weil die komplette erste, unfassbar lahme Hälfte für den Hintern ist, die Location kaum genutzt wird, alle Verbindungen zu den Vorgängern gekappt werden, die Figuren völlig belanglos und unsympathisch umherstapfen, die Auflösung nicht halb so „Wow“ ist, wie sie meint zu sein und nie auch nur ein Hauch von Spannung aufkommt. Und wie sich Sean Astin hierin verlaufen hat, muss er mir mal verraten... Die ersten zwei Teile hatten immerhin noch ihren eigenen Stil und Charakter - der hier wirkt nicht besser als belanglose B-Ware, als eine seelenlose Auftragsarbeit, gerade eben so von den gröbsten Attributen der Reihe zusammengehalten. Das völlig verfrühte und unnötige Remake habe ich allerdings noch nicht gesehen - und es besteht sogar noch Spielraum nach unten... 

Fazit: beginnt schwach, geht mäßig weiter, endet solide. Und Sean Astin kurz obendrauf. Immerhin sieht alles zudem hochwertig und hintenraus richtig schön eklig aus. Wie es sich für einen „Cabin Fever“ gehört. Zu einem empfehlenswerten Film wird er dadurch aber noch lange nicht... Ebenfalls typisch für die Reihe. Würgegeiz. 

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