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Ausgerechnet im Summer of 69 beglückte Exploitation-Mastermind Lee Frost die Menschheit mit einem Subgerne, dass besonders hierzulande kaum Freunde finden würde: dem Naziploitation-Film. All das, was später bei "Ilsa - She-Wolf of the SS" perfektioniert werden konnte, wurde hier schon im Vorfeld dargeboten: Sex´n Violence im Frauenlager und in  Wehrmachtsuniformen - allerdings in leicht abgemilderter Form. Wie so oft hatte der Regisseur mit erheblichem Geldmangel zu kämpfen, was auch hier wohl Größeres verhindert hat. Ansonsten ist "Love Camp 7" weder Filmkunst noch Klassiker, auf seine Weise jedoch trotzdem irgendwie innovativ und provozierend.

5

Am Anfang glaubt man, man schaue eine Folge von EIN KÄFIG VOLLER HELDEN, weil die Gefangenen bloß harmlos mit dem Wasserschlauch abgespritzt werden. Doch dann entwickelt sich das trashige Lager-Infiltrationsdrama schließlich doch noch zu einem harten Stück frühe Nazi-Exploitation, auch wenn die gezeigten Fesselspiele und Auspeitschungen nichts im Vergleich zu den Folterungen und Verstümmelungen sind, die wenige Jahre später Kommandantin Ilsa veranstalten sollte. LOVE CAMP 7 war mit seiner Verquickung von Nazis und Sexorgien definitv ein Vorreiter, der das neugierige Publikum erst ganz langsam an das Tabuthema heranführte und es zunächst nur mit SS-Uniformen, Hakenkreuzen im Hintergrund und "Schnell! Schnell!" bellenden deutschen Offizieren schockte.

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