Review

Handlung:
Eine junge Frau liest in ein Buch eines Autors, der darin 1985 von einer Schreibblockade erzählt, die ihn 1968 ins Grand Budapest Hotel in der fiktiven Ostnation Zubrowka verschlagen hat, wo ihm der Besitzer von seiner Zeit als Page dort zwischen den Weltkriegen erzählte.
In dem Film geht es um ein großes Abenteuer, dass er zusammen mit dem damaligen Concierge Monsieur Gustaphe H. erleben durfte, als die Familie einer reichen Gönnerin sich ein wertvolles Bild, das sie Gustaphe vermacht hatte, unter den Nagel reissen wollte.

Meinung:
Das klingt erstmal furchtbar kompliziert. Ist es unterm Strich aber nicht, da sich der größte Teil der Handlung zwischen den Weltkriegen mit Gustaphe und Zero abspielt. Und die Geschichte um ein verschollenes Testament, mörderische Erben und unser Protagonisten-Duo ist einfach nachzuverfolgen.
Viel eher geht es auch um das "Wie?" und nicht das "Was?". Wes Anderson ist ja bekannt dafür, besonderen Wert auf Setdesign und Einstellungen zu legen. Das sieht man bei Grand Budapest Hotel von der ersten bis zur letzten Sekunde. Spektakulär und pedantisch, fast schon fetischistisch, in der Ausstattung, im Design und dem Einfangen dieses, flasht einen das entweder total oder ertränkt einen im gefühlten Kitsch.
Dazu gesellt sich ein "quirkiger" Humor, der vor allem aus skurrilen Szenarien und Charakteren besteht, die Andersons Star Ensemble mit Bravour und niveauvoller Art genau auf dem schmalen Grat zwischen amüsant und lächerlich lang balanciert, dass es Spaß macht.

Kurzum:
"Quirky" trifft es perfekt. Nicht für jeden, aber wen Andersons Art abholt, der hat hier einen Heidenspaß am Humor und an der Inszenierung.

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